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Datum: Sonntag, 8. September 2019

Artikel: CGM / Philipp Streinz

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Flächendeckende Angebot zu sexueller Gesundheit fehlen

HIV/Aids ist nur ein Aspekt der sexuellen Gesundheit. Anlässlich des Welttages zu diesem Thema (4. September) fordert die Aids Hilfe Wien ein größeres Bewusstsein für sexuelle Gesundheit in Österreich. Es sollte auf diesem Gebiet flächendeckend Informations- und Beratungsangebote geben, hieß es in einer Aussendung der Aids Hilfe Wien.

"Neben HIV gibt es noch eine Vielzahl weiterer sexuell übertragbarer Krankheiten, die unter dem Begriff STDs (Sexual Transmitted Diseases) zusammengefasst werden. Dazu gehören z.B. Gonorrhoe, Syphilis und Chlamydien-Infektionen, sowie Infektionen mit Hepatitis B, Hepatitis C, Herpes simplex oder Humanen Papilloma-Viren (HPV). Unbehandelt können STDs nicht nur zu massiven gesundheitlichen Komplikationen führen, sondern auch das Risiko für eine HIV-Infektion erhöhen", erklärte man bei der Aids Hilfe.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sexuelle Gesundheit untrennbar mit der Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden, also mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Information und Aufklärung, Safer Sex und die Förderung des Risikobewusstseins, was auch zu mehr Früherkennung führen kann, sollten propagiert werden.

"Ich plädiere für flächendeckende Angebote, die Wissen zur sexuellen Gesundheit vermitteln und Menschen in die Lage zu versetzen, ihre Sexualität frei, aufgeklärt und selbstbestimmt zu leben und auch darüber zu sprechen. Das ist die Voraussetzung für realistische Risikoeinschätzung, für Anwendung von Präventionsmaßnahmen und für partnerschaftliches Risikomanagement. Unser Anspruch ist es, sowohl in der Gesellschaft dahin gehend Impulse zu setzen, als auch die individuelle Lebensqualität zu steigern", erklärte der Obmann der Aids Hilfe Wien, Wolfgang Wilhelm.

Quelle: APAMED