medianet ÖAZ Philips QUALITAS ÖKZ MedAustron

Datum: Donnerstag, 29. März 2018

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Zuckerwürfel im Glas

Bildrechte: ClipDealer / andreb

Dieser Artikel wurde 206 mal gelesen.

Zuckersteuer

In Großbritannien wird eine Zuckersteuer für Getränke eingeführt. Diese Steuer sieht Abgaben auf Getränke vor, die mehr als fünf Gramm Zucker je 100 Milliliter enthalten. Eine noch höhere Steuer wird fällig, wenn das Getränk mehr als acht Gramm je 100 Milliliter enthält. Hersteller wie Coca-Cola, Britvic oder Nestlé reagieren bereits und senken den Zuckergehalt in einigen Getränken. 

Foodwatch, ein gemeinnütziger Idealverein, der sich mit den Rechten von Verbrauchern und der Qualität von Lebensmitteln auseinandersetzt, kritisiert dabei allerdings, dass viele Hersteller den Zucker lediglich durch Süßstoffe ersetzen. Wenn es nach Foodwatch geht, sollte der Süßgeschmack an sich verringert werden, um der Gewöhnung junger Menschen entgegenzuwirken.

Auch andere Länder wie Frankreich, Mexiko oder Dänemark haben bereits eine Zucker- oder Fettsteuer eingeführt. Österreich ist davon noch einen deutlichen Schritt entfernt. Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) kann sich die Einführung einer Zuckersteuer, wie sie in Großbritannien kommt, eigentlich auch für Österreich vorstellen. Als Gesundheitsministerin würde sie dazu Ja sagen. Das stehe allerdings nicht im Regierungsprogramm und sei auch kein Thema beim Regierungspartner ÖVP, sagte sie am Rande einer Pressekonferenz am Mittwoch. Sie plane auch nicht, eine entsprechende Debatte zu starten.

Dass eine solche Steuer auch etwas im Konsumverhalten der Bevölkerung bewirkt, zeigt beispielsweise eine australische Studie. Diese Studie hat ergeben, dass der Konsum von süßen Softdrinks seit der Einführung um sechs Prozent zurückging, während gleichzeitig um vier Prozent mehr von den nicht besteuerten Getränken gekauft wurden.