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Datum: Sonntag, 21. Januar 2018

Artikel: CGM / Walter Zifferer

Bildinhalt: Zentrum für Suchtmedizin (ZSM) - Gebäuderückansicht

Bildrechte: KAGes

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Zentrum für Suchtmedizin am LKH Graz Süd-West

Der Umbau nimmt Gestalt an

Für die Behandlung von Suchtkranken in der Steiermark ist am Mittwoch in Graz der Zubau des Zentrums für Suchtmedizin im LKH Graz Süd-West eröffnet worden. Die Sanierung des Altbestandes läuft noch bis Mitte 2020. Dann werden insgesamt Zimmer und Therapieräume für 108 stationäre Patienten und zwölf im Tagesklinikbetrieb zur Verfügung stehen.

Insgesamt kostet der Zu- und Umbau EUR 26 Mio. Als erster Schritt der Modernisierung des Zentrums für Suchtmedizin wurde ein zweistöckiger Neubau mit rund 3.100 Quadratmeter Nutzfläche um rund 16,7 Millionen Euro fertiggestellt. In ihm werden 42 der insgesamt 108 Patientenbetten sowie die zwölf tagesklinischen Plätze untergebracht. Im Neubau liegen auch die Substitutionsambulanz und die Spezialambulanz für Suchtmedizin, sowie Behandlungsbereiche. Im ersten Stock befindet sich die Tagesklinik und Therapieräume, im zweiten Stock die ärztliche Verwaltung. Weitere Bettenstationen wird es im angrenzenden Altbau, der zurzeit großteils von der Psychiatrie belegt wird, geben. Hier soll die Sanierung im Juli 2018 beginnen und zwei Jahre später abgeschlossen sein.

Um bei laufendem Patientenbetrieb arbeiten zu können, wurde in rund 200 Meter Entfernung eine Ausweichstation gebaut, wie Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) berichtete. Der in Holzmodulbauweise errichtete Bau bietet auf etwa 1.700 Quadratmetern Platz für 36 Betten, die in drei "Wohngruppen" aufgeteilt werden können. Diese "Rangierfläche" für temporär zu verlegende Stationen wurde um weitere EUR 4,65 Mio. errichtet, wie Ernst Fartek, der Finanzvorstand der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes erläuterte.

 

"Hier riecht es nicht nach Krankenhaus, sondern frischem Holz. Es wird insgesamt eine menschliche, warme Umgebung geboten und eine Atmosphäre, die den Therapiezweck unterstützt. Damit setzen wir in der Betreuung suchterkrankter Patientinnen und Patienten für den süd-ost-österreichischen Raum neue Maßstäbe

Dipl.KHBW Ernst Fartek, MBA
KAGes-Vorstand für Finanzen, Technik und Informationsmanagement

 

Ziel des Gesamtprojektes sei es, Menschen, die versuchen, sich von einer Sucht zu befreien, bessere Bedingungen zur Verfügung zu stellen, hob Bernhard Haas, der Betriebsdirektor des LKH Graz Süd-West, der ehemaligen Nervenklinik Sigmund Freud, bei der Eröffnung hervor. Der Bau wurde vom Land Steiermark mitfinanziert.

 

Quelle: APAMED

DI Ludwig Schleritzko
Bildinhalt: Dipl.KHBW Ernst Fartek, MBA,
  Finanzvorstand der KAGes
Bildrechte: KAGes