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Datum: Samstag, 18. November 2017

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Atemmaske

Bildrechte: ClipDealer / wajopi

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Welt-COPD-Tag:

Jeder Fünfte über 40 ist betroffen

Die COPD - die chronisch obstruktive Lungenerkrankung - bleibt ein Riesenproblem. Diese chronisch entzündliche Verengung der unteren Atemwege ist zumeist durch das Rauchen bedingt. Oft erfolgt die Diagnose erst viel zu spät. Aus Anlass des Welt-COPD-Tages am 15. November verwies der Hauptverband der Sozialversicherungsträger am Mittwoch auf die Möglichkeiten zu Prävention, Diagnose und Therapie.

"Der Sozialversicherung ist es ein wichtiges Anliegen, über COPD aufzuklären, gefährdete Personen, Betroffene und deren Angehörige über Vorbeugung, Behandlung und Selbsthilfemaßnahmen ausführlich zu informieren", betonte Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbandes. Rund 44 Millionen Menschen in Europa sind von der Lungenkrankheit COPD betroffen, hieß es in einer Aussendung. Bis 2020 werde sich die COPD zur dritthäufigsten Todesursache und weltweit zur fünftgrößten Krankheitsbelastung entwickeln. Man gehe davon aus, dass in Österreich 15 bis 20 Prozent der über 40-Jährigen von COPD betroffen sind.

"Fehlendes Wissen führt dazu, dass die mit Husten, Atemnot und Leistungsschwäche einhergehende Krankheit oft nicht ernst genommen oder harmlos als Raucherhusten abgetan wird. Aufgrund des mangelnden Bewusstseins ist nur etwa jeder zehnte COPD-Betroffene bei einem Arzt in Behandlung und erhält eine entsprechende Therapie", wurde Biach zitiert. Eine Patientenbefragung habe ergeben, dass es rund zwei Jahre dauert, bis COPD-Betroffene mit ihrem Leidensdruck medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

In Österreich wird seit langem kritisiert, dass es an der Früherkennung per Lungenfunktionsprüfung mangelt. Diese wäre auch beim Hausarzt möglich, wird aber trotz wiederholter Forderungen der Experten nicht flächendeckend von den Krankenkassen bezahlt. Zeigt sich bei der nicht-invasiven und binnen kurzer Zeit durchführbaren Untersuchung, dass der Patient in einer Sekunde nur noch weniger als 70 Prozent des Atemvolumens ausatmen kann, liegt das Vorhandensein einer COPD nahe. Rauchstopp und entsprechende Therapie können den Verlauf der Erkrankung bremsen bzw. aufhalten.

Zu den wichtigsten Empfehlungen der Sozialversicherung zählt auch die effektive Strategie zur Tabakentwöhnung. Faktum ist, dass 40 bis 50 Prozent aller lebenslangen Raucher an COPD erkranken, verglichen mit zehn Prozent aller Nichtraucher.

Quelle: APAMED