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Datum: Dienstag, 2. Oktober 2018

Artikel: CGM / Walter Zifferer

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Unfallchirurgen wollen Traumanetzwerke etablieren

Traumanetzwerke über einzelne Bundesländer hinaus sollen in Österreich in Zukunft die Versorgung von Patienten nach Unfällen prägen. Ein entsprechendes Konzept wird bei der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie präsentiert.

"Eine Traumaversorgung, die sich nicht an Verwaltungsgrenzen orientiert, sondern an der gelebten Praxis und an geografischen Gegebenheiten: das ist die Idee der Traumanetzwerke (TNW). Schon seit Längerem arbeitet die Österreichische Gesellschaft für Unfallchirurgie (ÖGU) an einem entsprechenden Modell", hieß es in einer Aussendung.

Das Konzept wird bei der Jahrestagung der Gesellschaft vorgestellt, die am Dienstag in Salzburg begann. Grundlage für ein solches Netzwerk sei die Definition von Versorgungsregionen jenseits der Bundesländergrenzen. Dazu bestehe im Gesundheitsministerium eine Arbeitsgruppe, in der auch die ÖGU ihre Expertise einbringt. Innerhalb einer Versorgungsregion gibt es drei Abstufungen von Krankenhäusern, in denen Unfallopfer - abhängig vom Schweregrad ihrer Verletzung - versorgt werden: Traumazentren, Häuser mit Traumaschwerpunkt und Häuser mit Traumagrundversorgung.

Die Anforderungen sind bereits im Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) 2017 definiert worden. Christian Fialka, Präsident der ÖGU und Ärztlicher Leiter des Traumazentrum Wien, betonte: "Nicht jedes Krankenhaus innerhalb dieser Region braucht dieselbe Ausstattung und dasselbe Personal für die Unfallversorgung. Das ermöglicht einerseits eine wirtschaftliche Effizienzsteigerung, aber das ist nicht unser primäres Thema. Uns geht es um die Steigerung der medizinischen Qualität - und das gelingt durch Spezialisierung sowie durch ein genaues Matching der Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten mit dem Angebot der Krankenhäuser."

Ein solches Konzept erfordere auch eine enge Abstimmung mit den Blaulichtorganisationen. Besondere Bedeutung komme dem Krankentransport mit dem jeweils am besten geeigneten Mittel bis hin zum Notarzthubschrauber zu.

Quelle: APAMED