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Datum: Dienstag, 5. März 2019

Artikel: CGM /Walter Zifferer

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Spitalsärzte: Immer weniger Zeit für Patienten

Die von der Arbeiterkammerpräsidentin Renate Anderl kürzlich präsentierte Umfrage unter den Gesundheitsberufen ist für Wolfgang Weismüller, den Vizepräsidenten und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien, eine weitere definitive Bestätigung für die lang bekannten Probleme im Spitalswesen.

Weismüller fordert die politisch Verantwortlichen auf, "endlich der Überbelastung des gesamten Spitalspersonals effektiv gegenzusteuern".

Diese "permanente Arbeit am Limit" treffe mit voller Wucht auch die Spitalsärzte, erklärt Weismüller und deutet die Umfrage der Arbeiterkammer auch im Sinne der angestellten Ärztinnen und Ärzte:

Die Studie zeigt einmal mehr, wie groß der Druck in den Krankenhäusern derzeit ist.

Weismüller fordert daher "sofortige Investitionen in die gesamte Infrastruktur der Spitäler".

Der Mangel an ausreichendem medizinischen Personal, überbordende Bürokratie sowie das Fehlen von ärztlichem Nachwuchs aufgrund unattraktiver Arbeitsbedingungen sind für Weismüller die größten aktuellen Probleme in der Spitalslandschaft.Weismüller betonte:

Das Resultat ist, dass unsere Spitalsärzte immer weniger Zeit für die Patienten haben, und das ist keine Medizin, die wir Ärztinnen und Ärzte wollen.

Jegliche angedachten Einsaprungen beim Personal würden nach ihm jedenfalls katastrophal enden. Er fordert daher eine rasche Verbesserung der Arbeitsbedingungen:

Wir brauchen mehr Personal und mehr Geld im Gesundheitssystem sowie attraktivere Arbeitsbedingungen und Gehälter, um den Nachwuchs in Österreich zu halten.

Laut Weismüller fordert die Arbeiterkammer zu Recht 20% mehr Personal für die Gesundheitsberufe, das decke sich auch mit den langjährigen Forderungen der Ärztekammer nach 300 zusätzlichen Spitalsärzten in Wien.

Damit hätten wir zumindest einmal jene Ärztinnen und Ärzte ausgeglichen, die wir mit der Reform des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes verloren haben.

Sonst werde sich die Situation "schon bald dramatisch zuspitzen", warnt Weismüller.

Quelle: APAMED