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Datum: Freitag, 6. Juli 2018

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Küssendes Paar

Bildrechte: ClipDealer / Purple_Queue

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So gesund ist Küssen

An einem Kuss sind 34 Gesichtsmuskeln beteiligt. Dabei werden - je nach Intensität des Kusses - etwa zwei bis sieben Kalorien pro Minute verbrannt. Und beim Küssen werden - wie bei "echter" Gymnastik - Kreislauf, Herz und Lunge in Schwung gebracht.

Biochemisch passiert beim Küssen eine Menge: Dopamin, Serotonin und Endorphine werden freigesetzt, die unser Belohnungssystem aktivieren und für entspannte, gute Laune sorgen. Gleichzeitig wird das Hormon Kortisol abgebaut und so Stress eingedämmt. Außerdem wird beim Küssen das "Kuschelhormon" Oxytocin ausgeschüttet, das die Bindung zum Partner stärkt und Vertrauen schafft.

Training für das Immunsystem

Bei einem Zungenkuss werden neben viel Speichel auch Bakterien ausgetauscht - innerhalb kürzester Zeit bis zu 80 Millionen. Bei guter Mundhygiene und gesunder Mundflora ist das kein Problem. Durch die "Bakterientauschbörse" kommt der Partner in Kontakt mit neuen Bakterien, gegen die das körpereigene Immunsystem dann mobilisiert. In Zukunft ist man dann vor möglichen Bakterieneindringlingen besser geschützt - so ist Küssen eine Art Training für das Immunsystem.

Küssen zeigt, ob die Chemie stimmt

Experten gehen davon aus, dass der Lippenkontakt dazu dient, den potentiellen Partner auf seine genetischen Eigenschaften und seinen Gesundheitszustand zu testen. Denn beim Küssen erriechen wir die Immunkompatibilität des Partners.

Beim Küssen erhält man weitere wichtige Hintergrundinformationen über den Partner: Neben olfaktorischen Botschaften gibt die hormonelle Zusammensetzung des männlichen Speichels den Frauen Hinweise auf den Charakter des Partners. Umgekehrt informieren sich die Männer über den Speichelaustausch möglicherweise über die Zyklusphase der Partnerin.

Quelle: APAMED