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Datum: Mittwoch, 2. Januar 2019

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: ÖAMTC-Rettungshubschrauber

Bildrechte: ÖAMTC

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Rekordjahr

ÖAMTC-Flugrettung startete 2018 zu 18.424 Einsätzen

Die Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung wurden im vergangenen Jahr insgesamt 18.424-mal alarmiert, um Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu bringen. Damit wurde der bisherige Einsatzrekord aus dem Jahr 2015 (18.270 Einsätze) übertroffen. 

Wenn ein Kind oder ein Erwachsener irgendwo in Österreich schwer erkrankt oder verletzt ist, kommt es auf jede Minute an. Oberstes Ziel der Notarzthubschrauber-Crews ist immer, qualitativ hochwertige medizinische Hilfe direkt und rasch zu den Patienten zu bringen.

Reinhard Kraxner
Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung

Wie in den Jahren zuvor waren auch 2018 internistische und neurologische Notfälle der häufigste Grund für den Einsatz eines ÖAMTC-Notarzthubschraubers. 36 Prozent aller Einsätze flogen die Christophorus-Crews für Patienten nach akuten Erkrankungen wie beispielsweise Schlaganfälle oder Herzinfarkten. Mit Abstand folgen Einsätze nach Unfällen, die sich in der Freizeit, bei der Arbeit, in der Schule oder im Umfeld des eigenen Hauses ereignet haben. Sieben Prozent der Einsätze erfolgten nach Unfällen im Straßenverkehr. "Die hohe Anzahl an Einsätzen sowie das breitgefächerte Einsatzspektrum zeigen, wie wichtig die ÖAMTC-Notarzthubschrauber für eine lückenlose medizinische Versorgung der österreichischen Bevölkerung sind", führt Kraxner aus.

Die meisten Einsätze 2018, nämlich 1.610 flog der Wiener Notarzthubschrauber Christophorus 9. Auf Rang zwei folgt Christophorus Europa 3 in Suben mit 1.565 Starts vor Christophorus 6 in Salzburg (1.406). Auch die Stützpunkte in Krems (C2), Wiener Neustadt (C3), Reith (C4), Linz (C10), Klagenfurt (C11), Graz (C12) und Oberwart (C16) knackten 2018 die 1.000-Einsatz-Marke.

Die Einsatzzahlen der ÖAMTC-Notarzthubschrauber – in Klammern die Zahlen aus 2017 

  • Christophorus 1 Innsbruck 806 (785)
  • Christophorus 2 Gneixendorf 1.339 (1.321)
  • Christophorus 3 Wiener Neustadt 1.335 (1.327)
  • Christophorus 4 Reith 1.015 (972)
  • Christophorus 5 Zams 860 (835)
  • Christophorus 6 Salzburg 1.406 (1.449)
  • Christophorus 7 Lienz 711 (672)
  • Christophorus 8 Nenzing 851 (829)
  • Christophorus 9 Wien 1.610 (1.675)
  • Christophorus 10 Linz 1.204 (1.202)
  • Christophorus 11 Klagenfurt 1.253 (1.268)
  • Christophorus 12 Graz 1.395 (1.445)
  • Christophorus 14 Niederöblarn 828 (889)
  • Christophorus 15 Ybbsitz 921 (869)
  • Christophorus 16 Oberwart 1.096 (1.033)
  • Christophorus Europa 3 Suben 1.565 (1.675)
  • Christophorus 99 Niederöblarn 223 (11)
  • Zusatzmaschine 6 (5)

Neues Flaggschiff für die Christophorus-Flotte

Im Frühjahr übernahm die ÖAMTC-Flugrettung von Airbus Helicopters einen Hubschrauber der neuesten Generation. Mit der digitalen Avioniksuite Helionix sowie einem 4-Achsen-Autopilot verfügt das neue Flaggschiff der Christophorus-Flotte über modernste Hubschrauberelektronik an Bord. Das innovative System fasst alle für das Flugmanagement relevanten Daten auf wenigen Displays zusammen und erhöht damit die Übersicht für die Crew und somit die Sicherheit. "Gerade in anspruchsvoller Umgebung und bei nahezu allen Wetterbedingungen ist es großartig, durch neueste technologische Entwicklungen unterstützt zu werden", weiß Kraxner. "Mit diesem neuen Hubschrauber haben wir wieder mehr Möglichkeiten das zu tun, wozu wir da sind: den Patienten zu helfen."

Als erster Notarzthubschrauber Österreichs fliegt Christophorus 2 rund um die Uhr

Seit 1. Jänner 2017 fliegt Christophorus 2 vom Stützpunkt in Gneixendorf als einziger Notarzthubschrauber Österreichs Einsätze rund um die Uhr. 576 Einsätze (2018: 309) wurden seither während der Nachtstunden geflogen. Der zweijährige Probebetrieb, der mit 31. Dezember 2018 zu Ende gegangen wäre, wird nun in einen Regelbetrieb übergehen.

Die ÖAMTC-Flugrettung

In der Notfallrettung zählt jede Minute. Mit ihren Notarzthubschaubern steht die ÖAMTC-Flugrettung an 365 Tagen im Jahr als vielseitiger und effizienter Bestandteil des Gesundheitssystems für die österreichische Bevölkerung im Einsatz. Ganz gleich ob Herzinfarkt, Schlaganfall, Verkehrsunfall oder Frühgeburt – die 16 Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung bringen modernste Medizin und hochqualifizierte Notärzte und Flugretter direkt zum Patienten. Sie erreichen Menschen im gebirgigen Gelände genauso wie in dicht besiedelten Regionen, um Patienten rasch und schonend in ein geeignetes Krankenhaus zu fliegen. 

Quelle: APAMED