medianet ÖAZ Philips QUALITAS ÖKZ MedAustron

Datum: Mittwoch, 18. Juli 2018

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Symbolbild

Bildrechte: ClipDealer / leeser

Dieser Artikel wurde 47 mal gelesen.

Qualitätssicherung in den Arztpraxen

Einigung zwischen Patientenanwaltschaft und Ärztekammer

Wie Ende Juni angekündigt, trafen sich auf Einladung von Bundesministerin Mag. Beate Hartinger-Klein Ärztekammerpräsident Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger, der stellvertretende Generaldirektor des Hauptverbands Mag. Bernhard Wurzer und ÖQMED-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Moritz zu einem Runden Tisch, um die Ergebnisse der IHS-Studie, auf deren Basis die Patientenanwaltschaft eine Resolution an das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz verabschiedet hat, zu diskutieren. Die Studie beschäftigt sich mit der Qualitätssicherung im niedergelassenen Bereich und sorgte unlängst für Unstimmigkeiten zwischen der Patientenanwaltschaft und den Ärztevertretern. Um zu einer raschen und unkomplizierten Lösung zu kommen, fand nun ein Runder Tisch im BMASGK statt.

Neuer Auftrag an das BIQG und Einigkeit unter den Akteuren

"Ich freue mich sehr, dass alle Akteure meiner Einladung gefolgt sind, um so effizient die Qualitätsmessung und Qualitätssicherung im niedergelassenen Bereich zu diskutieren. Das Gespräch verlief in jeglicher Hinsicht konstruktiv und hat zu einem für alle Seiten akzeptablen Ergebnis geführt", erklärt Bundesministerin Mag. Beate Hartinger-Klein. Auch Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres äußert sich zufrieden über den Gesprächsverlauf: "Dieses wichtige Thema unter Einbezug aller Akteure und Blickrichtungen zu diskutieren, halte ich bei den Plänen zur weiteren Optimierung der Qualitätssicherung für sehr wichtig." Patientenanwalt Gerald Bachinger zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: "Wir hatten eine gute Gesprächsbasis, auf der man aufbauen kann."

In einem ersten Schritt beauftragt nun das BMASGK das Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen - kurz: BIQG -, die Ergebnisse mehrerer aktueller Studien zur Qualitätsmessung und Qualitätssicherung zu vergleichen. Auf Basis der Gegenüberstellung wird dann in weiterer Folge erneut ein Runder Tisch mit den Akteuren stattfinden, um gemeinsam konkrete Handlungsempfehlungen zur Gewährleistung und Optimierung der Qualitätssicherung zu erarbeiten.

"Für mich hat die Qualität der Patientenversorgung oberste Priorität. Studien können dabei helfen, potentielle Qualitätsmängel aufzuzeigen. Hierfür ist es aber wichtig, dass alle Faktoren berücksichtigt werden. Auch ein Blick über den Tellerrand in Form von internationalen Vergleichen mit Modellen anderer Länder, ist für ein modernes, qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem unerlässlich", erklärt die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz. Einen ähnlichen Zugang dazu hat Patientenanwalt Bachinger, der nicht möchte, "dass die Ergebnisse in der Schublade verschwinden. Stattdessen sollen sie als Handlungsaufforderung gesehen werden." Bernhard Wurzer, stellvertretender Generaldirektor des Hauptverbandes, bekräftigt diese Herangehensweise: "Wir haben die Studie beauftragt, nicht um die Qualität des niedergelassenen Bereichs in Zweifel zu ziehen - diese ist unbestritten gut -, sondern um der Frage nachzugehen, was wir von anderen Ländern in dieser Thematik lernen können. Dennoch ist es wichtig, auch andere Untersuchungen heranzuziehen und zu vergleichen, um konkrete Handlungsempfehlungen aussprechen zu können."

Neben den Ergebnissen der BIQG müssen laut Bundesministerin Hartinger-Klein aber auch die Kontrollorgane wie die ÖQMED sowie die Sozialversicherungsträger als Vertragspartner den hohen Standard bei der Kontroll- und Aufsichtspflicht nach internationalen Gesichtspunkten weiter ausbauen Einig waren sich alle Akteure über das gemeinsame Ziel, die Sicherheit der Patientinnen und Patienten zu wahren und die Qualität zu steigern.

Quelle: APAMED