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Datum: Donnerstag, 14. September 2017

Artikel: CGM / Philipp Streinz

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Primärversorgung in OÖ

Weitere Einheit ab Oktober in Marchtrenk

OÖGKK, Land OÖ und Ärztekammer für OÖ ermöglichen rasch den Betrieb einer weiteren „Primärversorgungs-Einheit“ (PVE) in Oberösterreich: Drei Hausärzte und sechs weitere Gesundheitsversorger bilden bereits ab 2. Oktober in Marchtrenk (Goethestraße 12) ein neues PVE-Team – das dritte nach Enns und Haslach. Und auch in Marchtrenk profitiert die Bevölkerung von vernetzten Leistungen und Behandlungen „aus einem Guss“.

Die entscheidende Voraussetzung für eine Primärversorgungs-Einheit ist nun auch in Marchtrenk gegeben, nämlich: Eine Gruppe engagierter Hausärzte, die Hand in Hand mit anderen Gesundheitsberufen die Bevölkerung versorgen will. Diese neue „Versorgung aus einem Guss“ bringt den Patienten optimale Therapieabläufe ohne Umwege. Für die Ärzte – etablierte wie junge – entstehen neue und attraktive Arbeitsbedingungen mit verbesserter Work-Life-Balance. Und wo die Gesundheitsberufe vor Ort reibungslos zusammenarbeiten, sind auch die Mittel im Gesundheitssystem höchst wirksam eingesetzt. Davon profitieren letztlich alle.

„Maßgeschneidert“ – in hohem Tempo

„In gerade einmal vier Monaten haben wir gemeinsam ein maßgeschneidertes Primärversorgungs-Modell für Marchtrenk entwickelt. Das beweist, welch hohes Tempo unser Gesundheitssystem in Wahrheit zulässt – wenn die regionalen Partner ein wichtiges Ziel gemeinsam vorantreiben.“, freuen sich Gesundheitslandesrätin Mag. Christine Haberlander (Land OÖ), OÖGKK-Obmann Albert Maringer, OMR Dr. Thomas Fiedler (Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer für OÖ) und Mag. Dr. Ronald Ecker als Hausarzt in der PVE.

Starkes Team: Marchtrenk im Detail

Die neue Primärversorgungs-Einheit öffnet ab 2. Oktober 2017 in der Goethestraße 12 – am „alten“ Standort der Arztordination Dr. Ecker. Das neue Ärzteteam in der PVE bilden Mag. Dr. Ronald Ecker, Dr. Daniela Trockenbacher und Dr. Regina Mayer. Dank des ärztlichen Teamworks öffnet die Ordination 41 Stunden pro Woche. Das ärztliche Kernteam unterstützen vier Ordinationsassistentinnen und zwei diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern/pfleger. Auch vor Ort: Je ein/e Fach-spezialist/in aus Physiotherapie, Ergotherapie (zehn Wochenstunden), Logopädie (zehn Wochenstunden), klinische Psychologie/Psychotherapie (20 Wochenstunden), Diätologie (20 Wochenstunden) und Sozialarbeit (20 Wochenstunden). Es gibt zudem einen Zentrumsmanager und eine Lehrpraxis für Ärzte für Allgemeinmedizin.

Erweiterte Öffnungszeiten

Enorm profitieren wird die Bevölkerung von den großzügigen Öffnungszeiten – gerade zu „Randzeiten“. So hat die PVE montags und donnerstags sogar bis 19.00 Uhr geöffnet, dienstags und mittwochs bis 18.00 Uhr. Vormittags ist von Montag bis Freitag immer offen.

 

Die Entscheidung für ein weiteres Primärversorgungszentrum in Marchtrenk hat Symbolcharakter für den bei uns in Oberösterreich bewährten und erfolgreichen Weg des Miteinanders von Gebietskrankenkasse, Ärztekammer und Land Oberösterreich. Gemeinsam wollen wir in nächster Zukunft noch eine Reihe weiterer Primärversorgungseinheiten auf den Weg bringen. Dabei setzen wir auf Freiwilligkeit und legen besonderes Augenmerk auf optimale Standorte. Es freut mich, dass wir mit der Primärversorgungs-Einheit in Marchtrenk ein weiteres Pilotprojekt auf den Weg schicken. Das erste Primärversorgungs-Zentrum in Enns wird sehr gut angenommen und hat österreichweiten Vorbildcharakter.“

Mag. Christine Haberlander
Landesrätin

Finanzierung Marchtrenk

Die Kosten für die Ärzte und Therapeuten im Zentrum übernimmt – wie sonst auch im niedergelassenen Versorgungsbereich – die OÖGKK. Das Land OÖ beteiligt sich an den Gesamtkosten, da das Zentrum auch Leistungen erbringen wird, die außerhalb des Bereichs der Krankenversicherung liegen, etwa die Sozialarbeit. Mit der Unterstützung der Primärversorgung fördert das Land OÖ überdies eine Entlastung der Spitäler.

PVE-Entwicklung in Oberösterreich

Die PVE Marchtrenk geht als zweite ihrer Art in Oberösterreich in Betrieb, mit Haslach folgt am 1.1.2018 der dritte Standort. In Wien sind bisher zwei solche Zentren entstanden. Land OÖ, OÖGKK und Ärztekammer für OÖ verfolgen geeint ein großes Ziel: Bis 2020 sollen insgesamt 13 Primärversorgungseinheiten in Oberösterreich ermöglicht werden. Damit würde unser Bundesland seinen Zielwert an den bundesweit geplanten 75 Primärversorgungseinheiten erfüllen.