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Datum: Sonntag, 12. Mai 2019

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: OÖ Gebietskrankenkasse - Hauptstelle, Gruberstraße 77

Bildrechte: OÖ Gebietskrankenkasse

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OÖGKK-Bilanz 2018 "mit Vorbehalt" und mit drei Millionen Euro Gewinn

Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse (OÖGKK) hat das Jahr 2018 mit einem Bilanzgewinn von drei Millionen Euro abgeschlossen. Allerdings akzeptieren Direktorin Andrea Wesenauer und Obmann Albert Maringer die Bilanz "nur mit Vorbehalt", weil das Ministerium den Transfer von 61 Mio. Euro in die Rücklagen blockiere, sagten sie in einer Pressekonferenz am Freitag in Linz.

Es sei die "letzte Bilanzpressekonferenz, die die OÖGKK in eigener Verantwortung für ihre 1,3 Mio. Versicherten" präsentiere, so Maringer. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) liegt demnach mit 18,9 Mio. Euro im Plus.

Rund 2,4 Milliarden Euro wurden in medizinische und therapeutische Leistungen investiert, die größten Brocken dabei waren die Überweisungen an den Krankenanstaltenfonds (724 Mio. Euro/plus 3,1 Prozent), Medikamente (437 Mio. Euro/plus 3,8 Prozent) und die ärztliche Behandlung mit 571 Mio. Euro (plus 7,6 Prozent). Das letzterer Posten so stark gewachsen sei, hänge nicht nur mit gestiegenen Ärztehonorare zusammen, sondern man habe für das Geld auch Leistungen zugekauft, um Wartezeiten zu reduzieren, erklärte Wesenauer.

Unstimmigkeiten gibt es mit dem Gesundheitsministerium: Die OÖGKK wollte 61 Mio. Euro aus dem Wirtschaftsfonds in die allgemeinen Rücklagen transferieren, die dadurch auf 317 Mio. Euro gestiegen wären. Im entsprechenden Ausschuss Ende März sei da aber vom Ministerium beeinsprucht worden. Das Problem: "Wir wollen den Einspruch bekämpfen, können das aber nicht, weil wir ihn nicht schriftlich haben", beklagte Maringer. Laut Wesenauer habe das Ministerium sechs Monate dafür Zeit. Die OÖGKK steht auf dem Standpunkt, dass Verschiebungen dieser Art immer möglich gewesen seien und die Salzburger Kasse das auch gemacht habe. Allerdings haben die Salzburger die Transaktion bereits 2018 beantragt. Es gebe aber seither keine gesetzliche Veränderung den Rechnungsabschluss betreffend, so Wesenauer. Maringer: "Da werden 1,3 Millionen Versicherte am Schmäh gehalten", denn die 61 Mio. Euro würden nun nach Wien gehen und aus Oberösterreich abgezogen.

Quelle: APAMED