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Datum: Freitag, 29. März 2019

Artikel: CGM / Philipp Streinz

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OÖ Mentoring-Projekt

Hausärzte nehmen Studenten unter ihre Fittiche

Von 665 Hausarztstellen mit Kassenvertrag sind aktuell in Oberösterreich 23 unbesetzt, für zwölf wurden noch keine Nachfolger gefunden. Ärztekammer und Gebietskrankenkasse (OÖGKK) haben ein Mentoring-Programm für Studenten und Mediziner in Ausbildung gestartet, "um die Attraktivität des Berufs sichtbar zu machen" und Nachwuchsprobleme anzugehen", sagte Wolfgang Ziegler von der Ärztekammer in Linz.

Da die angehenden Mediziner während des Studiums laut Ziegler kaum Berührung mit einer Ordination hätten, fehle die Vorstellung, was einen im Alltag erwarte. Das soll sich nun ändern. Erfahrene praktische Ärzte nehmen quasi an ihrer Fachrichtung Interessierte unter ihre Fittiche. Bereits ab dem zweiten Semester gibt es in Oberösterreich jetzt die Möglichkeit, einen Schnuppertag in einer Praxis zu absolvieren. Weiters wird nach der Basisausbildung den Studenten ein individuelles Mentoring in Form von persönlichen Gesprächen mit Allgemeinmedizinern angeboten.

Ab dem letzten Teil des Studiums erhalten künftige Hausärzte noch an Wochenenden Schulungen zu wirtschaftlichen Fragen der Praxisführung. Bereits 14 Hausärzte haben sich zu Mentoren ausbilden lassen. Im April startet eine zweite Einschulung. Für heuer wurden für den auf drei Jahre fixierten Pilotversuch 20.000 Euro veranschlagt, erklärte OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer in der Pressekonferenz am Donnerstag. Das Geld komme aus dem Innovationstopf der Krankenkasse und der Ärztekammer. Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) - auch für den Bereich Gesundheit zuständig - begrüßte das Mentoring-Programm als einen weiteren Schritt, um die "hausärztliche Versorgung langfristig abzusichern".

Quelle: APAMED