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Datum: Montag, 22. Januar 2018

Artikel: CGM / Walter Zifferer

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Hürdenlos

Über die "C-Box" mit ELGA verbunden

Ordinationssoftware kann mit der von CompuGroup Medical (CGM) entwickelten Kommunikationsschnittstelle "C-Box" schnell, einfach und effizient an ELGA angebunden werden.

Alle erforderlichen Transaktionen Richtung ELGA werden mit der international normierten IHE-Standard durchgeführt. Durch die Auslagerung all dieser Funktionen in die C-Box wird die Komplexität in der lokalen Arztsoftware minimiert, bzw. wenn es technische Probleme mit ELGA gibt, ist die Arztsoftware davon nicht beeinträchtigt.

Der Anwender bekommt von den komplexen Kommunikationswegen wenig mit, da alle Funktionen automatisiert und direkt aus der Arztsoftware angestoßen werden und im Hintergrund passieren. Die C-Box sorgt für die einfache Anmeldung und Authentifizierung des jeweiligen Gesundheitsdiensteanbieters in ELGA und meldet ein aktives Behandlungsverhältnis bei ELGA ein (ELGA-Kontaktbestätigung). Auch der Datenabruf und das Speichern von Daten im CDA-Format (Clinical Document Architecture) in ELGA wird von der C-Box übernommen.

Christoph Unfried
Softwareentwickler bei CGM, Produktmanager der C-Box

 

Praxissoftware-Unabhängigkeit

Die C-Box ist Arztsoftware-unabhängig Prinzipiell kann jede beliebige Arztsoftware die C-Box zur Anbindung an ELGA nutzen. Die Integration in die Primärsysteme ist sehr einfach. Das Arztinformationssystem muss lediglich soweit erweitert werden, dass der C-Box beim Abfragen bzw. Speichern von Gesundheitsdaten von bzw. in ELGA die notwendigen Informationen übergeben werden.

Durch IHE-Konformität gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich Lese- und Schreibefunktionalitäten sowie Unabhängigkeit gegenüber ELGA-Dokumentenspeicher (ELGA-Bereichen). Alle Arztinformationssysteme von CGM verwenden die C-Box als Infrastruktur bei der Anbindung an ELGA und können bei verpflichtender Verwendung von ELGA freigeschalten werden.

 

Lückenlose Protokollierung

Die C-Box lädt Daten vor und protokolliert jeden Zugriff auf ELGA. Beim Stecken der e-card werden alle verfügbaren Medikationsdaten sowie ELGA-Befunde in einen lokalen verschlüsselten Zwischenspeicher der C-Box gelegt und verbleiben dort für einen definierten Zeitraum bzw. bis die e-card des Patienten neuerlich gesteckt wird.

Dies verhindert das zeitintensive Suchen nach Befunden in allen ELGA-Bereichen und ermöglicht einen ELGA-Offline-Zugriff auf diese Informationen. Außerdem werden sämtliche Zugriffe der Ordination auf die ELGA-Daten in der C-Box je Benutzer bzw. je Arbeitsplatz dokumentiert, auch die Verwendung wird protokolliert (sie wurden heruntergeladen, aufgerufen, angezeigt, importiert, etc.).

 

Was ändert sich für den einzelnen Arzt?
Welchen konkreten Nutzen hat er?

Der Prozessablauf in der Software ändert sich nicht. Die ELGA-Komponenten laufen alle im Hintergrund, die Transaktionen Richtung ELGA sind automatisiert.

Zum Beispiel erfolgt die Anmeldung bei ELGA gleich im Zuge des Dialogaufbaus mit dem e-card-System oder die ELGA-Kontaktbestätigung wird sofort bei der e-card-Steckung des Patienten in ELGA eingemeldet. Verordnungen werden automatisch und ohne merkbare Zeitverzögerung nach dem Rezeptdruck im Hintergrund in der ELGA e-Medikation gespeichert.

Dem Arzt stehen mit ELGA nun jederzeit aktuelle Behandlungsdaten zur Verfügung - er kann zeit- und ortsunabhängig gesichert auf die aktuellen Gesundheitsdaten des Patienten zugreifen. Informationen brauchen nicht von Kollegen angefordert werden, sondern können bei der e-card-Steckung aus ELGA abgerufen werden.

Mit der e-Medikation hat der Behandler immer einen aktuellen Überblick, welche Arzneimittel der Patient verordnet bekommt bzw. welche er sich bei der Apotheke abgeholt hat. 

 

Quelle: Christoph Unfried, Eduard Schebesta, Doris Steiner

 

Christoph Unfried,
Bildinhalt: Christoph Unfried,
  Softwareentwickler bei CGM,
  Produktmanager der C-Box
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