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Datum: Dienstag, 12. September 2017

Artikel: CGM / Philipp Streinz

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Grenzüberschreitende Kooperation im Gesundheitswesen

Fünf Jahre Erfolgsgeschichte - so die Bilanz seit der Gründung der Europaregion Donau-Moldau (EDM) im Sommer 2012. Die Menschen, die das Dreiländereck Österreich-Deutschland-Tschechische Republik beheimatet, profitieren vor allem im Gesundheitsbereich von der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. 

Demografische Entwicklung, Mangel an Pflegekräften, Landflucht bei Fachärzten - diese und weitere Themen beschäftigen das Gesundheitswesen der Zukunft und treffen ganz besonders stark den ländlichen Raum. Für die Partner der Europaregion Donau-Moldau liegt es nahe, diese Herausforderungen gemeinschaftlich zu meistern. Die neue Broschüre der Wissensplattform "Forschung & Innovation" zeigt, welch großes Potenzial in einer länderübergreifenden Kooperation liegt, deren Mitgliedsregionen als ein gemeinsamer Gesundheitsstandort agieren.

Niederösterreich präsentiert in einer Broschüre zum Thema unter anderem den berufsbegleitenden Masterstudiengang "Digital Healthcare" der FH St. Pölten. In vier Semestern werden dabei Inhalte zum Thema Innovationen im Gesundheitswesen sowie zur medizintechnischen Unterstützung von Prävention, Diagnostik, Therapie und Pflege vermittelt. Neben dem vielschichtigen Ausbildungsangebot setzt man hierzulande vor allem auf den präventiven Ansatz im Gesundheitsbereich. So gibt es mit der Initiative "Tut gut!", die vom NÖ Gesundheits- und Sozialfonds ins Leben gerufen wurde, ein umfassendes, attraktives Bildungs- und Aktionsprogramm für Gemeinden, Kindergärten und Schulen.

Die beiden niederösterreichischen EDM-Partnerregionen, das Most- und das Waldviertel, profitieren auch wirtschaftlich immer mehr vom grenzüberschreitenden Gesundheitstourismus. "Wir bieten attraktive Wellness- und Fitnessangebote, hervorragende Kulinarik sowie eine reizvolle Landschaft", betont Landesrätin Schwarz.

Für internationales Aufsehen sorgte in den letzten Jahren die INTEGRI-Einreichung "Healthacross in Practice". Das Landesklinikum Gmünd liegt für Bewohner von Ceske-Velenice zwar in Sichtweite, doch im Ernstfall mussten sie auf das 60 Kilometer entfernte Krankenhaus im eigenen Staatsgebiet ausweichen. Nun können sie über die Grenzen hinweg Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Gesundheitskooperationen und vor allem der trilaterale, wissenschaftliche Austausch sorgen dafür, dass die Europaregion Donau-Moldau auch für andere Grenzregionen zum Vorbild wird. 

Quelle: APAMED