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Datum: Freitag, 17. April 2015

Artikel: Schaffler Verlag, ÖKZ: 56.JG (2015) 3-4 / Roland Schaffler

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Einen Überblick will er sich verschaffen

Was sind die aktuellen und zukünftigen Top-Themen im Gesundheitswesen?

Wie informieren sich Führungskräfte? Eine Befragung gibt Auskunft.

Eine Online-Befragung im Dezember 2014 unter den Führungen der österreichischen Krankenhäuser zeigte interessante Einschätzungen der Expertinnen und Experten. Die aktuellen und zukünftigen Top-Themen im Gesundheitswesen wurden von ihnen bewertet und die wichtigsten Informationsquellen genannt.

Die Ergebnisse sind nicht nur für die zukünftige Redaktionsarbeit der ÖKZ relevant, sondern dienen sicherlich auch als Orientierung für die Aktivitäten ihrer Leser, Partner und Werbekunden.

Das Projekt

Die Kommunikationsstrategie für die Zeitschrift Das österreichische Gesundheitswesen – ÖKZ genauer zu durchleuchten, war die selbst gewählte Aufgabe einer Projektgruppe des Masterstudienlehrgangs Services of General Interest der Fachhochschule Oberösterreich unter der wissenschaftlichen Leitung von Johannes Kriegel. Ihre Arbeit und der von ihnen erstellte Projektbericht dienen als Quelle für diesen Beitrag.

Die durch die Bank bereits im oberösterreichischen Gesundheits- und Sozialwesen tätigen Master-Studentinnen Klara Derntl, Manuela Hackl, Sylvia Nemecek, Nina Scheipner, Julia Schmid, Anna Stöbich, Susanne Weißenberger und Christina Zimmel konzentrierten sich dafür auf die Fragestellung: Inwieweit werden das Leseverhalten sowie die primären Interessen der Zielgruppe der Entscheidungsverantwortlichen in österreichischen Krankenanstalten im Rahmen einer angepassten Kommunikationsstruktur und einem abgestimmten Leistungsspektrum in der ÖKZ berücksichtigt bzw. inwieweit müssen diese Parameter zukünftig berücksichtigt werden?

Die Analyse fokussierte sich auf die Aufgaben

  • Identifizierung von relevanten Themenfeldern der definierten Zielgruppe,
  • Online-Befragung mit Geschäftsführern, ärztlichen Leitern, Pflegedienstleitungen und kaufmännischen Leitungen aller Krankenhäuser in Österreich und
  • Erhebung des Leseverhaltens und der gewünschten Themenfelder der definierten Zielgruppe.

Es galt im Vorfeld, relevante Themenfelder zu identifizieren und mittels Online-Umfrage das Leseverhalten sowie die gewünschten Themenfelder der Zielgruppe zu erheben. Diese Ergebnisse bildeten die Grundlage zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen und Handlungsempfehlungen. Die Einladung zum Ausfüllen des Fragebogens wurde an insgesamt 825 Personen per E-Mail verschickt. 103 beantwortete und abgeschlossene Fragebögen konnten ausgewertet werden. Die Rücklaufquote betrug somit 12,5 Prozent. Die Auswertung der Beschäftigungsdauer der Befragungsteilnehmer zeigte, dass mehr als die Hälfte ein bis zehn Jahre in ihrer Position tätig sind, nur vier Prozent bereits mehr als 20 Jahre.

Die Themen der Führung

Zum Einstieg in die Befragung wurde die Relevanz aktueller sowie entscheidungswirksamer Themenfelder im Krankenhauswesen erhoben (siehe Abbildung 1 und 2). Im Vergleich des aktuellen und des zukünftigen Informationsbedarfs fällt auf, dass die Themen Personalmanagement, Personalentwicklung, Arbeitsrecht und Qualitätsmanagement heute und morgen die Top-Favoriten der Führungskräfte sind. Den Themen Leistungsangebotsentwicklung sowie Krisen- und Risikomanagement wird von den befragten Führungskräften hohe und zukünftig noch steigende Relevanz zugemessen (siehe Abbildung 3). Wie in den Abbildungen 1 und 2 erkennbar, zeigen sich die Themenfelder Personalmanagement bzw. -entwicklung und Qualitätsmanagement sowohl als aktuelle als auch zukünftige Themenfelder mit hoher Relevanz. Auch die Identifikation von generell relevanten Zukunftsthemen im Gesundheitswesen (vgl. Abbildung 3) ergibt das gleiche Bild: Personalmanagement und Qualität rangieren auch hier unter den Top 2 der genannten Themen. Wobei hier die Themenfelder IT-Lösungen, Neue Technologien & Datenarchitektur, Politik & Recht und Aktuelles aus den Krankenhäusern und anderen Gesundheitsunternehmen zur Spitze aufschließen können. Gemeinsam mit dem verwandten Themenbereich Gesundheitsökonomie bilden diese Themen also die Herausforderungen und Schwerpunkte für die Redaktionen des Schaffler Verlags und unsere Fachautoren aus dem Gesundheitswesen und aus Wissenschaft und Forschung.

Ranking der Informationsquellen

Erfreulich für unsere Redaktion ist die generell führende Nutzung von Fachzeitschriften noch vor dem Internet und die diesen zugeordnete hohe Praxistauglichkeit (siehe Abbildung 4). Als stark genutzte Kanäle folgen danach Fort- und Weiterbildung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Informationsquellen für die Führungskräfte und Kongresse & Tagungen. Unter dem Auswahlpunkt „Sonstige Kanäle/Quellen“ wurden weitere von diesem Leserkreis genutzte Informationswege als Freitext genannt:

  • Vernetzung (z.B. Weitmoser Kreis oder sonstige Kontakte)
  • Fachgruppe des Bundesministeriums für Gesundheit
  • Wissenspool der Mitarbeiter
  • Fachbücher

ÖKZ und QUALITAS als Marktführer

Unter den allgemeinen Fachzeitschriften für das österreichische Gesundheitswesen erwiesen sich ÖKZ und QUALITAS mit 82 bzw. 69 Prozent Nutzungsgrad – bezogen auf die Fachzeitschriftenleser unter den befragten Top-Führungskräften – als die weitaus beliebtesten Medien. Als besonderen Erfolg betrachtet das Verlagsteam zudem die außerordentlich starke Leser-Blatt-Bindung der bereits seit 1960 erscheinenden ÖKZ:

  • Jeder Achte aus dem Leserkreis der Top-Führungskräfte hat schon selbst in der ÖKZ publiziert.
  • 93 Prozent halten der ÖKZ bereits seit mehreren Jahren die Treue.
  • 69 Prozent lesen praktisch jede ÖKZ-Ausgabe; weitere 22 Prozent mindestens jede zweite Ausgabe.
  • 44 Prozent nehmen die ÖKZ aus dem Büro auch mit nach Hause.
  • „Interessant“, „aktuell“ und „informativ“ sind die meistgenannten Prädikate, die der ÖKZ von ihren Leserinnen und Lesern attestiert werden.

Der Schaffler Verlag nimmt diese Ergebnisse als Bestätigung für die Arbeit seines gesamten Teams und zugleich als Herausforderung, auch in Zukunft die Menschen im Gesundheitswesen kritisch und praxisrelevant bei ihren Aufgaben zu begleiten. Seinen Leserinnen und Lesern sei für ihr Interesse, ihre Treue, ihre Beiträge und ihre Anregungen herzlich gedankt. Für ihre professionelle und fokussierte Arbeit gebührt dem Projektteam um Johannes Kriegel von der FH Oberösterreich und besonders den Autorinnen des Projektberichts Dank.

Relevanz aktueller Themen
Bildinhalt: Abbildung 1
  Relevanz aktueller Themen
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Relevanz zukünftiger Themen
Bildinhalt: Abbildung 2
  Relevanz zukünftiger Themen
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Zukünftige Themen im Gesundheitswesen
Bildinhalt: Abbildung 3
  Zukünftige Themen im Gesundheitswesen
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Informationskanäle im Gesundheitswesen
Bildinhalt: Abbildung 4
  Informationskanäle im Gesundheitswesen
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  Ausgabe: 3-4/2015/56.JG
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