medianet ÖAZ Philips QUALITAS ÖKZ MedAustron

Datum: Mittwoch, 19. Dezember 2018

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Symbol Wartezimmer

Bildrechte: ClipDealer / nikolae

Dieser Artikel wurde 124 mal gelesen.

Clearingstelle soll Arzt-Wartezeiten in Oberösterreich verkürzen

Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse (OÖGKK) und die Oö. Ärztekammer wollen mit einer neuen Clearingstelle die Wartezeiten auf Arzttermine verkürzen. Im Gegenzug wurden die Honorare für Kassenärzte - bereits rückwirkend für 2018 - um fünf Prozent angehoben.

Akute Behandlungen sollen binnen 24 Stunden, dringende binnen fünf Werktagen und sonstige Termine innerhalb von zwei Monaten möglich sein. Darauf haben sich beide Parteien im Rahmen der Honorarverhandlungen geeinigt. Die neuen Limits für die Wartezeiten wurden für 2019 als Ziel vereinbart, allerdings gibt es eine Übergangsfrist bis Ende September für die Umsetzung.

Die Koordination freier Kapazitäten bei Fach- und Hausärzten übernimmt ab März eine neue Clearingstelle in der Ärztekammer. Dort können Ordinationen melden, wenn sie keine neuen Patienten mehr nehmen oder Wartezeiten-Ziele nicht einhalten können, aber auch betroffene Patienten können sich dorthin wenden. Kann eine Ordination die Zielwerte nicht einhalten, sollen umliegende Fachärzte mit freien Ressourcen die Behandlung übernehmen. Sollte auch das nicht möglich sein, werde es zusätzliche Kassenstellen geben, so die OÖGKK.

Man mache "große finanzielle Zugeständnisse", um Kassenstellen noch attraktiver zu machen, betonte die Krankenkasse. Neben der deutlichen Anhebung der Vertragsarzt-Honorare wurde auch eine Lockerung von Degressionen und Honorarlimits bei Kassenfachärzten bzw. vergleichbaren Deckelungen bei Hausärzten vereinbart. Damit wird es möglich, dass die Ordinationen auch mehr Patienten behandeln. Die OÖGKK nimmt neben dem Geld für die Honorarerhöhungen auch einen zusätzlichen "Versorgungsverbesserungsbetrag" von 10,16 Mio. Euro für 2018 sowie - schon als Vorgriff - 2,84 Mio. für 2019 in die Hand, um u.a. diese Deckellockerungen zu finanzieren.

Quelle: APAMED