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Datum: Dienstag, 29. August 2017

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Hubschrauber in Dämmerung

Bildrechte: ClipDealer / sipaphoto

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"Christophorus 2" flog seit Jahresbeginn 130 Nacht-Einsätze

Der in Krems stationierte Notarzthubschrauber "Christophorus 2" hat im Rahmen des 24-Stunden-Pilotbetriebes seit Jahresbeginn 130 Nacht-Einsätze absolviert. Insgesamt ist die ÖAMTC-Flugrettung in Niederösterreich heuer bisher 2.880 Mal ausgerückt, zog LH Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei einem Pressegespräch am Montag am Flugplatz Gneixendorf in Krems Zwischenbilanz.

Der 24-Stunden-Betrieb von "Christophorus 2" läuft seit 1. Jänner als zweijähriges Pilotprojekt. Jeweils drei Beschäftigte arbeiten in zwei Schichten, bisher habe es keinen Vorfall oder Unfall gegeben, berichtete Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. Der Nachtbetrieb "funktioniert hervorragend", hielt Landesrat Maurice Androsch (SPÖ) fest. Der ÖAMTC hat in die Nachtflugtauglichkeit an allen Flugrettungs-Stützpunkten in Österreich - u.a. in "Night Vision Goggles" und Schulungen der Crews - zwei Millionen Euro investiert, sagte Club-Direktor Oliver Schmerold. Das Land NÖ stellt heuer und 2018 je 780.000 Euro für das Pilotprojekt zur Verfügung.

Bei einem Drittel der insgesamt 2.880 Einsätze in Niederösterreich seit Jahresbeginn war der Patient in Lebensgefahr. Die Hälfte der Flüge diente der Primärversorgung, bei der Menschen vom Notfallort abgeholt werden, bei der anderen Hälfte wurden Patienten verlegt. 447 Mal flogen in Niederösterreich stationierte Hubschrauber heuer bisher zu Einsätzen in andere Bundesländer, 111 Mal wurden Helikopter von Oberösterreich und dem Burgenland zu Notfällen nach Niederösterreich alarmiert. ÖAMTC-Präsident Gottfried Wanitschek zeigte sich überzeugt, dass die Bedeutung der Flugrettung künftig noch zunehmen werde und bezeichnete sie als "Rückgrat der Notfallversorgung".

Rund 900 Mal hob der Hubschrauber seit Jahresbeginn von Krems-Gneixendorf ab. Von diesem Stützpunkt aus können mehr als 90 Prozent Niederösterreichs abgedeckt werden. Weitere ÖAMTC-Flugrettungsstützpunkte im Bundesland liegen in Wiener Neustadt und Ybbsitz (Bezirk Amstetten).

Unter anderem musste ein Patient, dessen Kostüm bei einer Faschingsveranstaltung im Februar zu brennen begonnen hatte, mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades ins Krankenhaus geflogen werden, so Androsch. Im August wurde ein Pensionist nach einem Herzinfarkt in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) reanimiert und ins Spital transportiert.

Die Flugrettung in Niederösterreich "ist seit 1983 ein zentraler Baustein für die Sicherheit und das Gesundheitswesen im Land", sagte Mikl-Leitner. Die Hubschrauber werden über Notruf 144 alarmiert und seien innerhalb von drei Minuten abflugbereit. Durchschnittlich dauere es 14 Minuten, bis der Helikopter am Notfallort ankomme, und 43 Minuten, bis der Patient - erstversorgt und stabilisiert - dem Krankenhaus übergeben werden könne.

Quelle: APAMED