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Datum: Mittwoch, 21. März 2018

Artikel: CGM / Walter Zifferer

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Burgenland vergibt Stipendien für Medizinstudierende

Die Burgenländische Landesregierung wird in ihrer Sitzung am Dienstag die Vergabe von Stipendien an Medizinstudierende ab dem dritten Studienjahr beschließen, kündigte Landesrat Norbert Darabos (SPÖ) kürzlich an.

Studierende müssen sich als Gegenleistung dazu bereit erklären, als Arzt fünf Jahre eine Kassenstelle im Burgenland zu besetzen. Die Höhe des Stipendiums, das für maximal 48 Monate gewährt wird, beträgt laut Angaben aus dem Büro des Landesrates 300 Euro pro Monat. Voraussetzung sei der Abschluss des Medizinstudiums in der Mindeststudienzeit plus einem Toleranzsemester.

Stipendienempfänger verpflichten sich im Gegenzug, binnen sechs Monaten nach Abschluss ihrer Ärzteausbildung mit der Tätigkeit als Allgemeinmediziner im Burgenland zu beginnen und fünf Jahre zu praktizieren. Auch für Turnusärzte in Ausbildung soll am Dienstag ein Anreiz beschlossen werden: Sie sollen pro Monat 500 Euro erhalten, wenn sie sich verpflichten, eine Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin zu beginnen und abzuschließen und danach mindestens fünf Jahre als Kassenarzt im Burgenland tätig zu sein. Die Höchstdauer der Unterstützung beträgt ebenfalls 48 Monate.

An einer weiteren Maßnahme werde ebenfalls gearbeitet: Dabei geht es um eine Fördermöglichkeit im Rahmen des ELER-Programms (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes), wobei für Praxisumbauten in ländlichen Gebieten EUR 50.000,- zur Verfügung gestellt werden sollen. Für das Burgenland wäre insgesamt ein finanzieller Rahmen von EUR 1,5 Mio. abrufbar.

"Das ist etwas, was wir mit Nachdruck verfolgen", so ein Sprecher des Landesrates. Um das ärztliche Angebot im Burgenland zu steigern, unterstütze man bereits jetzt intensiv die Ausbildung burgenländischer Jungärzte durch kostenlose Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium, erläuterte Darabos. Dass es eine kontingentierte Zahl bei der Zulassung zum Studium gebe, sei "ein falscher Weg".

Im Hinblick auf den Ärztemangel, der auf das Burgenland zukommen werde, sei es wichtig, noch mehr jungen Frauen und Männern den Beginn eines Studiums zu ermöglichen, stellte der Landesrat fest. 

Quelle: APAMED