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Datum: Freitag, 5. Juli 2019

Artikel: CGM / Walter Zifferer

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Blutspenden soll erleichtert werden

Nachdem das Rote Kreuz aktuell auf einen möglichen Blutengpass aufmerksam gemacht hatte, weil derzeit die verpflichtende Anwesenheit eines Arztes bei Blutspende-Aktionen gesetzlich vorgeschrieben ist, könnte es demnächst zu einer Gesetzesänderung kommen.

Laut Tageszeitung "Die Presse" sollen sich ÖVP, SPÖ und NEOS darauf geeinigt haben.   Demnach wollen die drei Fraktionen am Mittwoch im Parlament einen Fristsetzungsantrag beschließen, womit nach den Wahlen bei der nächsten Nationalratssitzung im Herbst die Änderung des Blutsicherheitsgesetzes beschlossen werde könnte. Eine solche würde das Blutspenden erleichtern, indem über die Zulassung zur Blutspende von diplomiertem Gesundheitspersonal entschieden wird.  

Laut Rotem Kreuz hatten im Osten Österreichs zuletzt 10% aller Blutspende-Aktionen abgesagt werden müssen, weil zu wenige Ärzte zur Verfügung standen.

Wir brauchen geänderte Rahmenbedingungen, um die Versorgung mit lebenswichtigen Blut langfristig sicherstellen zu können.

Michael Opriesnig
Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes

Die Leiterin der Abnahme in der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, Ursula Kreil, betonte in einer Presseaussendung, Blutspenden sei grundsätzlich ein sicherer Vorgang:

Es gab in den vergangenen 25 Jahren kein einziges lebensbedrohliches Ereignis, das die Anwesenheit eines Arztes erfordert hätte.

Bei der Blutspende handle es sich um einen standardisierten Vorgang. Die Zulassung von Spendern könne auch diplomiertes Pflegepersonal übernehmen.

Die Schweiz und skandinavische Länder wie Dänemark, Schweden und Finnland würden bereits auf die Anwesenheit eines Arztes verzichten.

Quelle: APAMED