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Datum: Dienstag, 24. Juli 2018

Artikel: CGM / Walter Zifferer

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Bereits mehr als 10.000 Registrierungen von Gesundheitsberufen

Registrierungsverfahren läuft österreichweit seit 1. Juli

Starke Nachfrage und gute Stimmung nach der Registrierung: Das stellen die Arbeiterkammern bundesweit in den ersten Wochen fest. Seit 1. Juli werden die Beschäftigten in den Gesundheitsberufen mit ihren Qualifikationen in einem neuen Register erfasst. Sie stehen – das zeigen die ersten Erfahrungen – der Registrierung positiv gegenüber, denn: Mit dem neuen Berufsausweis erwarten sie sich eine höhere Wertschätzung ihrer Arbeit. Österreichweit wurden in den ersten drei Wochen rund 10.000 Anträge eingebracht.

Der Berufsausweis macht die Qualifikationen der Berufsangehörigen dieser Gesundheitsberufe sichtbar, zusätzlich erleichtert er den Arbeitgeberwechsel und sorgt für mehr Patientensicherheit.

Manuela Blum
Leiterin der Registrierungsbehörde der Bundesarbeitskammer und der AK Wien

Schätzungen zufolge arbeiten in Österreich rund 120.000 Menschen in den betroffenen Pflege- und Gesundheitsberufen. Jährlich kommen ca 10.000 Absolventen einer einschlägigen Ausbildung dazu. Rund 80% davon sind Frauen. Sie arbeiten in Krankenhäusern, in der Langzeitpflege und –betreuung, in Reha-Einrichtungen, Arztpraxen oder in der Aus- und Weiterbildung.

Das neue Gesundheitsregister, in das sich die Beschäftigten in der Pflege bzw. in den medizinisch-technischen Diensten eintragen lassen müssen, macht die Leistungen dieser Beschäftigten nun sichtbar, sichert Qualität und bringt ihnen mehr Anerkennung.

Qualität sichern

Die Registrierung hat am 1. Juli 2018 begonnen und ist Voraussetzung für die Ausübung des jeweiligen Gesundheitsberufs. Damit steigt das Niveau des Gesundheitsschutzes. Die Erfassung im Gesundheitsberuferegister dient nicht dem Selbstzweck, sondern der Qualitätssicherung für Gesundheits- und Pflegeberufe. Absolvierte Aus- und Weiterbildungen werden erfasst, ebenso erworbene Spezialisierungen.

Der Berufsausweis ist sowohl für Arbeitgeber als auch für Patienten bzw. Kunden der sichtbare Beweis, dass jemand zur Ausübung des jeweiligen Berufes qualifiziert und berechtigt ist. Das bringt Vertrauen und steigert die Wertschätzung, die den Beschäftigten entgegengebracht wird. Die Registrierung ist auch ein Beitrag zur Gesundheitsreform, dient sie doch der besseren Planbarkeit im Gesundheitswesen. Bei einem Arbeitgeberwechsel wird das Zusammentragen und Vorlegen von Nachweisen erleichtert. Zukünftige Arbeitgeber können auf die im Register ausgewiesenen Qualifikationen und Eignungen vertrauen. Nationalrat und Bundesrat haben 2016 dazu ein entsprechendes Gesetz beschlossen und die AK mit der Registrierung der Berufsangehörigen, die AK Mitglieder sind, betraut.  

AK entlastet Bund

Mit 90 Beratungszentren – verteilt über das ganze Bundesgebiet – hat die AK die entsprechenden wohnortnahen, personellen und räumlichen Strukturen, um die Registrierung rasch, unbürokratisch und effizient durchführen zu können. Die AK hat mit über drei Millionen Mitgliedern auch das nötige Know-how in der Verarbeitung von großen Datenmengen und kann höchste Datensicherheit gewährleisten. Damit entlastet die AK auch den Bund beträchtlich, denn das zuständige Ministerium hätte dafür eine eigene Struktur aufbauen müssen.  

Registrierung und Berufsausweis sind für Berufsangehörige kostenlos

Die AK konnte nach langen Verhandlungen mit dem Finanzministerium erreichen, dass die Registrierungsgebühr in der Höhe von rund 90 Euro entfällt, führt die Registrierung für die Mitglieder und Steuerzahler kostenlos durch und stellt darüber hinaus den Mitgliedern auch den Berufsausweis kostenlos zur Verfügung.  

Wie die Registrierung durchgeführt wird – auch online, welche Dokumente und Formulare vorgelegt werden müssen – alle Hinweise dafür findet man auf gbr.arbeiterkammer.at oder auf den Internetseiten der AK Länderkammern. Das öffentliche Register finden Sie unter https://gbr-public.ehealth.gv.at.

Quelle: APAMED