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Datum: Dienstag, 23. September 2014

Artikel: CGM / Regina Gumpenberger

Bildinhalt: Doris Pirafellner mit ihren Hunden am Almsee

Bildrechte: Doris Pirafellner

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Auf den Hund gekommen

Ausgeglichene Work-Life-Balance mit den Malamutes

Bei systema und CGM sorgt Doris Pirafellner für die ordnungsgemäße Dokumentation von Belegen, die Aufarbeitung und Bereitstellung der ermittelten Zahlen. Kurzum sie ist in der Buchhaltung beschäftigt. Während sie sich tagsüber mit allerlei Zahlen beschäftigt, geht sie in ihrer Freizeit einem ganz anderen Hobby nach und zwar züchtet sie mit Herzblut und viel Liebe Alaskan Malamutes. Noch nie gehört? Dann aufgepasst!

Redaktion: Wie würdest du einen Alaskan Malamute ohne Foto beschreiben?

Doris Pirafellner: Alaskan Malamutes sind Schlittenhunde. Optisch ähneln sie sehr einem Husky, nur größer, kräftiger, stärker und schöner. Vom Wesen her sind Malamutes aber nichts anderes wie eine Katze mit 40 Kilo. Vor allem aber lieben sie es zu schmusen und zwar immer, ganz egal ob frühmorgens nach dem Aufstehen oder wenn man von der Arbeit nach Hause kommt.

Worin unterscheidet sich der Alaskan Malamute von anderen Schlittenhunden?

Im Vergleich mit uns Menschen würde ich es so beschreiben: ein Husky ist ein Sprinter, ein Malamute ist ein Ultraläufer – er läuft langsamer, dafür aber sehr lange Distanzen. So wurden die Malamutes während des Ersten Weltkrieges zur medizinischen Versorgung eingesetzt, weil man wusste, dass sie weite Strecken zurücklegen können. Grönländer-Schlittenhunde mit einem häufig braunen Haarkleid sind noch etwas kräftiger und ausdauernder und die Samojeden mit einem meist reinweißen Fell haben im Gegensatz zu den Malamutes keine Mimik. Aus der Mimik der Malamutes lässt sich also ganz gut die Stimmung ablesen. Der Spitz gehört – wie viele nicht wissen – auch zu den Schlittenhunden.

Wie bist du eigentlich auf den Hund bzw. auf den Malamute gekommen?

Mit meinem Mann und unseren beiden Töchtern wohnten wir früher in einer Wohnung, da war ein Hund kein Thema. Meine ältere Tochter wollte aber schon immer einen Hund haben (genauso wie ich). Beim Haus bauen haben sich die Dinge aber geändert. Als mein Mann zum ersten Mal einen Malamute sah, wusste er, dass er einen solchen haben wollte. So begannen wir im August 2005 mit der Recherche, haben uns über das Internet und Bücher informiert und wurden auf einen Züchter in Salzburg aufmerksam. Im Jänner darauf war es endlich soweit und wir durften unsere Abbie mit nach Hause nehmen. Ab da an hat sich unser Leben komplett verändert. Aus dem klassischen Strandurlaub wurde Urlaub – wenn überhaupt – am Campingplatz, aus unserem Familienauto wurde in Kürze ein SUV und aus unserem Garten mit Sträuchern und Beeren wurde ein Spielplatz für die Hunde. Aber wir bereuen nichts, ganz im Gegenteil – die Hunde geben einem so viel zurück und ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

Warum habt ihr euch dann für die Zucht entschieden?

Wir wollten zu Abbie unbedingt einen Rüden haben, weil diese noch imposanter als die Weibchen sind. Aber es gibt nur wenige Züchter und die durchschnittliche Wartezeit auf einen Malamute beträgt in etwa 1-2 Jahre. So sind wir zur Zucht gekommen. Inzwischen haben wir fünf Hündinnen und Rüde Teetonka komplettiert unser Wagengespann. Den kleinen charmanten Italiener haben wir tatsächlich aus Sizilien! In den sieben Jahren unserer Zucht hatten wir drei Würfe mit insgesamt 17 Nachkommen. Dabei geht es uns vor allem immer darum, dass wir gute Besitzer finden – unsere Hunde haben in ganz Österreich, Deutschland und sogar in Luxemburg ein neues Zuhause gefunden. Wichtig ist uns auch, dass sich die Hündin freiwillig für den Rüden entscheidet – in der Zucht ist das ja leider nicht der Regel­fall. Wir werden aber vorerst nicht weiter zu züchten, denn die Abgabe der kleinen Hunde – nach 8 Wochen werden sie den neuen Besitzern übergeben – fällt zusehends schwerer, weil sie einem so sehr ans Herz wachsen.

Welche Voraussetzungen sollte man zur Haltung eines Alaskan Malamute unbedingt mitbringen?

Die Tiere brauchen auf jeden Fall regelmäßige Bewegung und Auslauf. Dabei ist es wichtig, dass man sie langsam an die entsprechende Bewegung gewöhnt – vor allem in der Übergangszeit vom Sommer zum Winter und umgekehrt. Ab 15° Celsius aufwärts bewegen sich die Hunde deutlich weniger. Hingegen legen sie in den Wintermonaten mit dem Trainingswagen bis zu 40 Kilometer am Stück zurück. Vom Futter sind sie eher anspruchslos, sie fressen 400g Trockenfutter am Tag, wobei sie in der Trainingsphase entsprechende Zusätze brauchen. Man sollte auch bedenken, dass sie zwischen 12 und 15 Jahre alt werden. Vor allem aber muss man ganz viel Hundeliebe mitbringen, aber das sollte selbstverständlich sein!

Die Tiere brauchen also viel Bewegung und müssen entsprechend versorgt werden. Wie schaffst du das neben deiner Arbeit?

Meine Hunde sind der ideale Ausgleich zum Büroalltag, wobei man nicht vergessen darf, dass sie zu unserem Lebensmittelpunkt geworden sind. So beginnt der Tag zwar meistens schon sehr früh – im Sommer bereits kurz nach 5 Uhr früh – aber sie sind immer gut drauf und das wirkt sich positiv auf die eigene Stimmung aus. Durch die regelmäßige Bewegung bleibt man auch selbst fit. Ich liebe und genieße es, meine Freizeit mit meiner Familie zu verbringen und da gehören die Hunde einfach dazu!

Vielen Dank für das interessante Gespräch!


Sie wollen noch mehr über die Hunde von Doris Pirafallner erfahren? Dann klicken Sie sich rein unter: www.wolf-of-celtic-moon.at

Doris Pirafellner mit ihren Hunden am Almsee
Bildinhalt: Doris Pirafellner mit ihren Hunden am Almsee
Bildrechte: Doris Pirafellner
Spielstunde
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Bildrechte: Doris Pirafellner
Unterwegs mit dem Trainingswagen
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Bildrechte: Doris Pirafellner