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Datum: Dienstag, 6. März 2018

Artikel: CGM / Philipp Streinz

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Akutordinationen sollen mit 1. April in ganz Burgenland starten

Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Donnerstag den 1. April als Starttermin für die Implementierung der Akutordinationen in allen Bezirken des Burgenlandes genannt. Das in Oberwart in einem Probebetrieb laufende Modell werde flächendeckend umgesetzt, kündigte Doskozil bei der Sitzung des Burgenländischen Landtags an.

Eine Akutordination wird von einem niedergelassenen Allgemeinmediziner betreut. Er soll zu den Tagesrandzeiten als fixe Anlaufstelle für allgemeinmedizinische Notfälle dienen. Die in Oberwart seit Oktober 2016 laufende Akutordination ist im dortigen Krankenhaus angesiedelt. Zusätzlich gibt es einen "Visitenarzt", der Patientenbesuche durchführt.

Zur Ausdehnung des Projektes gebe es bereits eine Einigung mit der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK) sowie mit der Ärztekammer Burgenland, berichtete Doskozil. Die Kosten für die Infrastruktur würden von der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft m.b.H.) übernommen. Die Entschädigungen für die Ärzte sollen über die BGKK abgerechnet werden.

Die Umsetzung werde auch in den Bezirken Mattersburg und Jennersdorf erfolgen, wo es keine Krankenhäuser gibt. Allerdings werde dort ein Arzt sowohl die Tätigkeit in der Akutordination als auch die Aufgabe des Visitenarztes übernehmen.

Die Implementierung der Akutordinationen sei ein erster Schritt, erklärte Doskozil. Es sei mit der Ärztekammer und der BGKK vereinbart worden, dieses Modell weiterzuentwickeln - unter anderem, um die Ambulanzen der Krankenhäuser zu entlasten. Der Landesrat gab zudem eine Standortgarantie für die fünf burgenländischen Spitäler ab.

Quelle: APAMED