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Datum: Samstag, 4. Mai 2019

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Symbolbild bipolare Störung

Bildrechte: ClipDealer / axelbueckert

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20 Gene mit Bezug zur bipolaren Störung identifiziert

Menschen mit bipolarer Störung wechseln zwischen manischen und depressiven Episoden. Eine Studie hat 20 neue Gene identifiziert, die mit der Erkrankung zusammenhängen, und gibt damit Einblicke in ihre biologischen Grundlagen.

Eine von 100 Personen erkrankt im Laufe des Lebens an einer bipolaren Störung. Genetik spielt dabei eine wichtige Rolle: Aus früheren Studien ist bekannt, dass offenbar viele verschiedene Gene zur Krankheitsentstehung beitragen. In einer groß angelegten Untersuchung hat ein internationales Forschungsteam nun 20 neue Regionen im Erbgut identifiziert, die an der manisch-depressiven Krankheit beteiligt sind, berichteten sie im Fachblatt "Nature Genetics".

Für die Studie verglichen die Forschenden das Erbgut von 30.000 Patienten und 170.000 Kontrollpersonen. Ziel war, kleine Unterschiede im Erbgut aufzuspüren, die bei den Patienten gehäuft vorkommen, bei den Kontrollpersonen jedoch deutlich weniger. Diese Art von Studie bezeichnen Fachleute als "genomweite Assoziationsstudie".

Insgesamt identifizierte das Forschungskonsortium 30 Erbgutregionen mit Bezug zur bipolaren Störung, 20 davon waren zuvor noch nicht mit der Erkrankung in Verbindung gebracht worden, teilte die Uni Basel mit. Cichon und sein Team waren demnach insbesondere daran beteiligt, die Daten auszuwerten und herauszufinden, welche biologische Funktion die Gene in den identifizierten Erbgutabschnitten haben. Beispielsweise enthalten die besagten Gene den Bauplan für Ionenkanäle, die die Aktivität von Neuronen beeinflussen. Zudem lieferte die Analyse erstmals Hinweise, dass auch die Regulation von Insulin und Faktoren der körpereigenen Schmerzregulation mit der Krankheitsentstehung in Verbindung stehen.

Außerdem zeigte die Studie, dass sich die Unterschiede zwischen zwei klinisch unterscheidbaren Typen von bipolarer Störung auch im Erbgut widerspiegeln. Der Typ 1, der mit ausgeprägteren manischen und depressiven Phasen einhergeht, ähnele auf genetischer Ebene eher der Schizophrenie, schrieb die Uni Basel. Typ 2, der milder verläuft, zeige genetisch eher Hinweise auf eine Verwandtschaft mit der Depression.

Quelle: APAMED