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Synchronizing Healthcare

"Shutdown"-Lockerungen ab Mai und weniger Erkrankte

Der "Shutdown" als Folge der Corona-Pandemie wird in Österreich gelockert: Ab 1. Mai werden die "Ausgangsbeschränkungen" in Österreich auslaufen. Das hat die Regierung heute angekündigt und in weitere Folge werden ab 15. Mai Restaurants wieder aufsperren dürfen und ab dem 29. Mai auch die Hotels. Maskenpflicht und Ein-Meter-Abstand bleiben jedoch weiter Vorschrift.

28. April 2020
Philipp Streinz (CGM)
APAMED
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BKA / Andy Wenzel

Bildinhalt: Am 28. April 2020 fand ein Pressestatement zu den Maßnahmen gegen die Krise im Bundeskanzleramt statt. Im Bild Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Bildrechte: BKA / Andy Wenzel

Das vorläufige Wegfallen der Beschränkungen hat der Wiener Reise- und Tropenmediziner Herwig Kollaritsch als einen "Sprung ins kalte Wasser" bezeichnet. Ausgehend von dem sehr geringen Niveau bei der Zahl der Infektionen bzw. der Covid-19-Erkrankungen werde es wahrscheinlich mindestens ein Monat dauern, bis man eine Wirkung erkennen werde: Es ist auf jeden Fall zu erwarten, dass die Zahl der Fälle wieder ansteigen wird", sagte Kollaritsch.

Die seit 16. März geltenden und danach erweiterten Regeln werden von den Österreichern jedenfalls im internationalen Vergleich gut aufgenommen, wie das Ergebnis eines globalen Forschungsprojekts des Linzer Market-Instituts zeigt: im April waren demnach nur in China mehr Menschen der Meinung, dass die eigene Regierung angemessen handelt. Eine weitere Umfrage zeigt, dass die Österreicher die Gastronomie sehr vermissen und sich schon auf das Essen gehen freuen - weniger wichtig war das Shopping. Und die Lust auf den Sommerurlaub ist den meisten auch vergangen, ergab die Befragung von 1.000 Personen durch das Marktforschungsinstituts TQS Research & Consulting.

Heute wurden jedenfalls noch weitere Auflockerungen bekannt gegeben, so werden die Besuchsbeschränkungen in Alters- und Pflegeheimen ab 4. Mai gelockert. Begleitet wird diese Phase von verschiedenen Maßnahmen, um die Gesundheit der Bewohner nicht zu gefährden, gab das Gesundheitsministerium bekannt. In Tirol wurden die flächendeckenden Testungen der dortigen Heime abgeschlossen: 59 Menschen - davon etwa gleich viele Bewohner wie Mitarbeiter - wurden positiv auf das Coronavirus getestet - für Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) eine "positive Erfahrung", da insgesamt 12.000 Tests durchgeführt wurden.

Aufgesperrt werden Ende Mai die Bäder, am 29. Mai ist es soweit. Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kündigte eine Reihe von Maßnahmen an, damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. So wird die Zahl der Besucher limitiert, und der Ticketpreis vereinheitlicht - und ein entsprechendes "Beckenmanagement" soll ebenfalls für die Sicherheit sorgen.

Die Zahl der aktuell am SARS-Cov-2-Virus Erkrankten in Österreich war am Dienstag jedenfalls weiterhin abnehmend und auf 2.208 Personen gesunken(Stand 9.30 Uhr), 561 dieser Erkrankten werden in einem Spital behandelt, 136 davon auf einer Intensivstation. Am 8. April wurde mit 267 gemeldeten Intensivpatienten der bisherige Höchstwert erreicht. Von den bisherigen 15.357 Personen mit einem positiven Testergebnis auf das Coronavirus sind 12.580 wieder genesen. 569 Personen sind österreichweit an den Folgen einer Erkrankung an Covid-19 verstorben.

Weltweit sind inzwischen mehr als 210.000 Menschen mit dem Virus ums Leben gekommen. 85 Prozent der 210.930 Todesfälle wurden aus Europa und den USA gemeldet, wie Berechnungen auf Grundlage von Behördenangaben heute ergaben. Europa registrierte demnach 126.793 Todesfälle bei 1,4 Millionen Infektionen. In den USA sind es bisher 56.253 Todesopfer - so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

Italien folgt mit 26.977 Todesfällen, dahinter kommen Spanien mit 23.822, Frankreich mit 23.293 und Großbritannien mit 21.092 Corona-Toten. Deutschland hat laut Robert-Koch-Institut 5.913 Verstorbene gemeldet, 156.337 waren infiziert. Die Zahl der weltweit Infizierten überschritt am Montag die Drei-Millionen-Marke.

Was das wiederholt als möglicher Ursprungsort für das Coronavirus verdächtigte Labor in der chinesischen Provinzhauptstadt Wuhan betrifft, so hat diese derartige Vorwürfe heute neuerlich zurückgewiesen. Solche "böswilligen" Behauptungen seien "aus der Luft gegriffen" und widersprächen allen verfügbaren Beweisen, erklärte Yuan Zhiming, der Leiter des Wuhan Institute of Virology (WIV).

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