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Primärversorgungskongress in Graz diskutiert Qualität und Entwicklung

Von den bis 2021 geplanten 75 Primär­versor­gungs­einheiten (PVE) öster­reich­weit sind rund ein Dutzend umgesetzt. Zwei davon liegen in der Steier­mark, wo bis 2025 an die 30 weitere Stand­orte vorge­sehen sind. An der Med-Uni Graz disku­tieren seit Donners­tag Fach­leute am Öster­rei­chischen Primär­versor­gungs­kongress die Qualität in der Primär­ver­sorgung und Einzel­ordi­nationen, kündigte die Med-Uni Graz an.

05. April 2019
Philipp Streinz
CGM / APAMED
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Bildinhalt: Grazer Uhrturm

Bildrechte: ClipDealer / pixachi

Als Pilotprojekte seien die bisher schon eingerichteten Primär­versor­gungs­einheiten "sehr gut ange­laufen", hielt Stefan Korsatko vom Institut für Allge­mein­medizin und evidenz­basierte Versor­gungs­forschung am Mitt­woch in der Aus­sendung der Med-Uni fest. Auch komme der für den Erfolg des Versor­gungs­modells essen­zielle Wissens­aus­tausch zwischen den einzel­nen Pilot­pro­jekten langsam "in Gang", sagte der Allge­mein­medi­ziner und Bundes­sprecher des Öster­rei­chischen Forum Primärversorgung.

Den in der Steiermark für die kommenden sechs Jahre geplanten 30 Zentren stehen aktuell noch 1.103 Einzel- bzw. Wahl­arzt­praxen gegen­über. Aller­dings steht eine Pensio­nierungs­welle unter den Haus­ärzten bevor. Von jungen Ärztinnen und Ärzten werde inter­profes­sio­nelles Arbeiten, wie es die Primär­versor­gungs­zentren und - netz­werke vor­sehen, als sehr wichtig einge­stuft, beschrieb Andrea Siebenhofer-Kroitzsch, Leiterin des Insti­tuts für Allge­mein­medizin und evidenz­basierte Forschung die Situa­tion. "Dennoch bedarf es einer zusätz­lichen Attrak­tivierung des Haus­arztes, damit wieder mehr Kolleg­innen und Kollegen in den nieder­gelassenen Bereich gehen", so die Institutsleiterin.

Handlungsbedarf ortete auch der Rektor der Med-Uni Graz, Hellmut Samonigg: "In Öster­reich liegt die Zahl der Medizin­absol­ventinnen und -absol­venten mit 26 pro 100.000 Ein­wohnern zwar im euro­päischen Spitzen­feld. Dennoch fehlt es oft an Anreizen für junge Ärztinnen und Ärzte, sich in jenem Fach­bereich zu spezia­li­sieren, für die ein aktueller Bedarf besteht".

Die Modelle der neuen PVE in den Bundes­ländern, aktuelle und mögliche künftige Quali­täts­indi­katoren werden bis zum kommenden Samstag (4. April) am 4. Öster­rei­chischen Primär­versor­guns­kongress unter dem Motto "Qualität in der Primär­ver­sorgung - Umsetzung in Einzel­praxen und Primär­versor­gungs­einheiten" in der Aula der Med-Uni Graz diskutiert werden.

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