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Synchronizing Healthcare

Pilotprojekt will Sterben zu Hause ermöglichen

Obwohl ein Großteil seine letzten Stunden in den eigenen vier Wänden verbringen möchte, wird dieser Wunsch nur für etwa ein Viertel der Österreicher Wirklichkeit. Die Proponenten von "HPC Mobil" zogen heute bei einer Pressekonferenz eine erste Bilanz ihres Pilotprojekts, das ein Sterben zu Hause ermöglichen möchte.

23. Mai 2018
Philipp Streinz
CGM / APAMED
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"HPC Mobil - Hospizkultur und Palliative Care in der Hauskrankenpflege", so der vollständige Name, wird vom Arbeiter Samariter Bund Wien, der Caritas Wien, der Caritas Socialis (CS) sowie der Volkshilfe Wien getragen. In den vergangenen drei Jahren wurden rund 1.800 Mitarbeiter in mehrtägigen Workshops intensiv geschult. "Alle sind begeistert zurückgekommen", freute sich CS-Geschäftsführer Robert Oberndorfer.

Laut Otto Knapp, Geschäftsführer der Volkshilfe Wien, können die Hauskrankenpfleger nun erkennen, wann die letzte Lebensphase beginnt und damit richtig reagieren. Ebenso wurden sie u.a. geschult, zum richtigen Zeitpunkt ein Palliativteam einzuschalten, damit den Sterbenden unnötige Schmerzen erspart werden können.

"Wir wünschen uns, dass die Arbeit, die wir leisten, auch finanziert wird", forderte Knapp ebenso wie seine Kollegen der anderen Hilfsorganisationen eine entsprechende Abgeltung durch den Gesetzgeber. Nicht zuletzt wäre es günstiger für das Sozialsystem, wenn die Menschen nicht ungewollt im Spital sterben müssen, betonte Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Arbeiter Samariter Bunds Wien.

Zahlen, wie viele Betreute durch das Pilotprojekt zu Hause sterben konnten, gibt es nicht. Doch Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich, wünscht sich eine Ausweitung von Wien auf ganz Österreich. "Die Vorbereitungen laufen."

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