Close

Synchronizing Healthcare

NÖ Gesundheitsprojekt "Healthacross" für WHO "Best- Practice- Modell"

Die WHO hat die nieder­öster­reichische Gesund­heits­initia­tive "Healthacross" zum "Best-Practice-Modell" gekürt und ihr einen Report gewidmet. Dieser hält die Erfah­rungen und das Know-how des Projekts fest, sagte Francesco Zambon, WHO-Regional­leiter für Ver­netzung in Europa, am Montag in St. Pölten. Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) strich die Vorteile der grenz­über­schrei­ten­den Aktion hervor.

26. November 2018
Philipp Streinz
CGM / APAMED
Dieser Artkel wurde 44 mal gelesen.

Bildinhalt: Best Practice

Bildrechte: ClipDealer / buchachon

Niederösterreich wurde laut Eichtinger als erstes öster­reichi­sches Bundes­land von der Welt­gesund­heits­orga­ni­sation (WHO) als inter­nationale Vorzeige­region aus­ge­wählt. Seit nunmehr zwölf Jahren werden im Rahmen von "Health­across" gemeinsam mit den Nachbarn Tschechien und Slowakei grenz­über­schrei­tende Gesund­heits­projekte umge­setzt, sagte der Landesrat bei einer Presse­kon­ferenz. Als Beispiel führte er die Errich­tung des ersten inter­natio­nalen Gesund­heits­zentrums in Gmünd an, die im Früh­jahr 2019 startet. Experten aus Nieder­öster­reich und Tschechien sollen dort unter einem Dach zusammen­arbeiten und Menschen aus beiden Regionen versorgen. Schon in den vergan­genen zehn Jahren seien im Landes­klinikum Gmünd "rund 5.000 tsche­chische Patienten aus der Grenz­region ambulant behan­delt" worden.

Künftig sollen auf frei­williger Basis auch Angebote in angren­zenden Ländern in Anspruch genommen werden können, um von wohn­ort­nahen Gesund­heits­leis­tungen zu profi­tieren. Im Rahmen eines Pilot­projekts erhalten Nieder­öster­reicher etwa eine Strahlen­therapie im Kranken­haus in Znojmo (Znaim). Früh­geborene oder kranke neu­geborene Babys sollen in der Kinder­univer­si­täts­klinik Bratislava behandelt werden können. Diese Aktionen stellen sicher, dass die medi­zinische Ausstattung und die Fach­expertise europäischen Standards entsprechen, so Eichtinger.

Zambon hob hervor, dass sich aus einem kleinen Projekt eine große Gesund­heits­ini­tiative über die Landes­grenzen hinaus ent­wickelt habe. "Nieder­öster­reich macht seinem Namen als 'Best-Practice-Region' in der grenz­über­schrei­tenden Gesund­heits­ver­sor­gung alle Ehre." Das Bundes­land sei eine Vor­zeige­region für die Welt­gesund­heits­orga­ni­sation. "Die Erfah­rungen und das Know-how der Initia­tive 'Healthacross' wollten wir unbedingt in einem WHO-Report fest­halten, damit Regionen in anderen Ländern davon profi­tieren können und neue Impulse für ihre grenz­über­schrei­tende Gesund­heits­arbeit erhalten", sagte der WHO-Regional­leiter.

In der Broschüre "The Healthacross Initiative: How Lower Austria ist Boosting Cross-border Collaboration in Health" werden auf 43 Seiten "prakt­ische Bei­spiele geliefert, wie die Dinge gemacht werden sollen", hielt Zambon fest. "Mit dem WHO-Report ist unsere Initia­tive 'Healthacross' nicht nur Impuls­geber für ganz Öster­reich, sondern auch für andere Länder", sagte Eichtinger.

Diese Website verwendet Cookies.
Mehr erfahrenOK