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Synchronizing Healthcare

Menschen aus wohlhabenden Ländern vertrauen Impfungen am wenigsten

Menschen in Ländern mit hohen Einkommen haben weltweit am wenigsten Vertrauen in Impfungen. Das ist das Ergebnis einer aktuell veröffentlichten Studie der britischen Wohltätigkeits­organisation Wellcome.

27. Juni 2019
Walter Zifferer
CGM / APAMED
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Bildrechte: ClipDealer / sudok1

Demnach glauben in Westeuropa 22%, dass Impfungen gefähr­lich sind, in Frank­reich sind es sogar 33%. In Öster­reich stimmten 21% der Bevölkerung dieser Aussage zu. Das größte Vertrauen gibt es in Bangla­desch und Ruanda, wo fast die gesamte Bevöl­kerung überzeugt ist, dass Impfungen unge­fährlich, wirksam und wichtig sind.

Für die Studie befragte das Meinungs­forschungs­institut Gallup zwischen April und Dezember 2018 mehr als 140.000 Men­schen ab 15 Jahren in 144 Ländern.

Wellcomes Leiter für Öffentlichkeits­arbeit, Imran Khan, zeigte sich "verblüfft" vom "Ausmaß der Unter­schiede" in der Wahr­nehmung von Impfungen. Für Öster­reich wird fest­gehalten, dass es so aussehe, dass immer mehr Menschen ihre Kinder nicht impfen lassen. Dies erfolge aus Angst vor negativen Aus­wirkungen, Skepsis über die Wirk­samkeit der Impf­stoffe oder Miss­trauen der Pharma­industrie gegenüber, so der Bericht. 11% der Öster­reicher wider­sprachen, dass Impfungen wirksam sind, 12% finden sie nicht wichtig für Kinder.

Das mangelnde Vertrauen gegenüber Impfungen in wohl­habenden Ländern bezeich­nete Khan als "Nach­lässig­keits­effekt". Hohes Vertrauen gebe es vor allem in Ländern mit mehr Infek­tions­krank­heiten. In ent­wickelten Ländern hingegen sei die Gefahr, infiziert zu werden, meist geringer - selbst ohne Immuni­sierung. Wer sich dort anstecke, werde "vielleicht nicht so krank oder stirbt nicht, weil wir ziemlich gute Gesund­heits­systeme haben", fügte Khan hinzu.

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