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Synchronizing Healthcare

E-Cards mit Foto werden ab sofort verschickt

Ab sofort werden neue E-Cards mit Foto verschickt. Wie der Vor­sitzende des Haupt­verbandes der Sozial­versicherungs­träger, Alexander Biach, in einer Presse­konferenz mit dem zustän­digen General­direktor-Stell­vertreter Volker Schörghofer und Sozial­ministerin Brigitte Zarfl erklärte, beginnt mit heutigem Tage der Versand der neuen E-Card-Generation. Die erste neue Karte über­reichte Biach Zarfl.

03. Oktober 2019
Phlipp Streinz
CGM / APAMED
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Bildinhalt: Volker Schörghofer, Brigitte Zarfl & Alexander Biach mit neuer E-Card

Bildrechte: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Die neue E-Card bringt für die Versicherten keine Mehr­kosten, sie wird gratis zuge­stellt und auto­matisch im Brief­kasten landen, wenn die Gültig­keit der euro­päischen Kranken­ver­sicherung auf der Rück­seite der Karte ausläuft. Biach sprach deshalb von einer "Lösung im Sinne der Ver­sicherten" und äußerte die Hoffnung auf eine Ende der zum Teil unsach­lichen Diskus­sionen in den letzten Jahren.

Sowohl Biach und als auch Schörghofer und Zarfl betonten die erhöhte Sicher­heit, die mit der neuen E-Card ver­bunden sei. Die Identi­täts­prüfung für die Ärzte werde erleich­tert. Die Minis­terin verwies auch darauf, dass die E-Card als Schlüssel für alle E-Health-Anwen­dungen diene. So könne damit etwa ver­hindert werden, dass im Zuge der E-Medi­kation Arznei­mittel einer falschen Person zugeordnet werden.

Ein amtlicher Lichtbildausweis ist die E-Card aber auch mit Foto künftig nicht. Möglich wird damit jedoch künftig auch eine kontakt­lose Kommuni­kation, weil die Karte ebenso wie Bankomat­karten mit NFC-Funktion ausge­stattet ist. Damit wird in Zukunft auch beim Arzt oder in der Apo­theke nur noch ein hin­halten der Karte nötig sein, wenn die ent­sprechenden Lese­geräte ab 2022 zur Verfügung stehen.

Bis Ende 2021 sollen bereits mehr als die Hälfte und bis Ende 2023 müssen alle rund 8,8 Mil­lionen E-Cards aus­getauscht werden. 85 Prozent aller Ver­sicherten, von denen ein Foto vor­handen ist, müssen dafür nichts tun, sie erhalten die neue Karte auto­matisch bevor die alte abläuft. Liegt ein Foto aus einem Register für Reise­pass oder Personal­ausweis, vom Scheck­karten­führer­schein oder vom Fremden­register vor, wird dieses auto­matisch über­nommen. Der Ver­sicherte kann sich aber nicht aus­suchen, welches Foto auf die E-Card kommt. Kinder unter 14 Jahren erhalten in jedem Fall weiter eine E-Card ohne Foto. Von der Verpflich­tung für ein Foto ausge­nommen sind ältere Personen ab 70 sowie Personen ab Pflege­stufe vier.

Jene 15 Prozent, für die kein Foto in einem Register vor­handen ist, müssen ab 1. Jänner 2020 ein Foto bei­bringen (bis dahin bekommen sie noch eine E-Card ohne Foto). Empfohlen wird dies drei bis vier Monate vor Ablauf der alten Karte oder sobald sie dazu aufge­fordert werden. Das wird ab 1. Jänner bei rund 195 Regis­trierungs­stellen bei Einrich­tungen der Sozial­ver­sicherung möglich sein. Für Nicht-Staats­bürger sind die Landes­polizei­direk­tionen zuständig. Für die Bei­bringung des Fotos gibt es eine Frist von 90 Tagen. Wird diese nicht genutzt, erfolgt eine Sperre der E-Card. In diesem Fall muss man persön­lich einen elektro­nischen Ersatz­beleg bei der Kranken­kasse holen, um Kassen­leis­tungen in Anspruch nehmen zu können.

Die in den Registern vorhandenen Fotos werden ver­schlüsselt über­mittelt, die Fotos werden nicht am Chip der E-Card und auch nicht im E-Card-System gespei­chert. Auf der Karte kommen verschie­dene Sicher­heits­merkmale zum Einsatz, die zum Teil auch von Geld­scheinen bekannt sind und die ein Kopieren der Karte unmöglich machen sollen.

Die Gesamtkosten bis 2023 werden mit 23,5 Mil­lionen Euro ange­geben, wobei Sozial­ver­sicherung, Finanz- und Innen­minis­terium je ein Drittel davon tragen. Die Kosten pro Karte betragen 1,45 Euro.

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