Close

Synchronizing Healthcare

Deutlicher Rückgang bei Medikamenten für chronisch Kranke in Corona-Krise

Laut Arzneimittel-Radar des Vollgroßhandels nimmt die Rezept-Einlösung wichtiger Medikamente weiter stark ab. Der Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO registriert jetzt schon die sechste Woche in Folge einen zum Teil deutlichen Rückgang bei jenen Medikamenten, die in der Regel von Ärzten am meisten verschrieben werden. Dazu zählen allen voran Blutdrucksenker; Antidiabetika und Cholesterinsenker aber auch Antibiotika.

10. Mai 2020
Walter Zifferer (CGM
APAMED
Dieser Artkel wurde 26 mal gelesen.

Bildinhalt: Arzneimittel

Bildrechte: ClipDealer / bacho12345

So wurden im Monat April 2020 im Vergleich zum Vorjahres-Monat um 54% weniger Antibiotika, um minus 30% Arzneimittel zur Regulierung des Blutdrucks, um minus 25 % Psychopharmaka und um 24 % weniger Cholesterinsenker nachgefragt.

Die Vollgroßhändler beobachten diese aktuelle Entwicklung mit Vorsicht.

Zitat

Wenn wir diesen Trend in den Folge-Wochen weiterhin in unseren Aufzeichnungen sehen, könnte das Auswirkungen auf die Arzneimittel-Therapien der Patienten haben. Daher muss das genau analysiert werden."

Andreas Windischbauer.

PHAGO-Präsident

Schließlich handle es sich überwiegend um Arzneimittel für chronisch kranke Menschen. Ein weiteres Faktum laut Vollgroßhändler: Bei den Lieferengpässen von Arzneimitteln ist aktuell - nicht zuletzt durch die gesunkene Nachfrage - keine weitere Verschärfung durch COVID-19 festzustellen. "Bisher konnten wir die Lieferengpässe zu einem großen Teil von den Patienten fernhalten. Das ist nur dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Apothekern und Vollgroßhandel möglich.", beschreibt PHAGO-Präsident Windischbauer die Situation. Zusätzlich hilfreich sei die gestiegene Transparenz durch die seit 1. April geltende Verordnung mit einer Meldepflicht für den Hersteller im Falle von Lieferengpässen.

Diese Website verwendet Cookies.
Mehr erfahrenOK