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Datum: Dienstag, 18. Oktober 2016

Artikel: CGM / Philipp Streinz

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Wer rastet, der kostet!

Mehr Qualität in der Prävention gefordert

Mit den Österreichischen Bewegungsempfehlungen ist ein klarer Konsens gegeben, welche Bewegung auch wirklich zu einem substantiellen gesundheitlichen Nutzen führt. Mindestens 150 Minuten aerobe körperliche Aktivität mit mittlerer Intensität sollten erwachsene Menschen pro Woche erreichen, aber auch an zusätzlich muskelkräftigenden Aktivitäten führt kein Weg vorbei.

Es gibt kein Medikament, dass so viele positive Wirkungen und kaum die Gefahr der Überdosierung und Nebenwirkung bietet, wie die wöchentlich ausreichende körperliche Aktivität.

Primar Dr. Christian Wiederer
Facharzt für Physikalische Medizin und allgemeine Rehabilitation
Ärztlicher Leiter des Klinikums am Kurpark Baden und des Kurhauses Bad Gleichenberg

Vom Pilotprojekt zum Dauerbetrieb

Das Bewegungsprogramm "Jackpot" (www.JACKPOT.fit) wird als steirisches Pilotprojekt vom Steirischen Gesundheitsfonds und dem Bundessport-Förderungsfonds finanziert. Mit Oktober 2015 startete die österreichische Sozialversicherung sowie die drei Sport­dach­verbände dieses vorbildhafte Pilotprojekt, das neben der Steigerung der Gesundheit auch zur Reduktion verbreiteter chronischer Erkrankungen beitragen soll. Es soll gezeigt werden, dass die strukturierte Zusammenarbeit zwischen Kranken­versicherungs­anstalten, Kuranstalten und regionalen Sportvereinen einen messbaren Mehrwert für das Gesundheitssystem bringt.

Durch das Bewegungsprogramm ,Jackpot‘ soll der Transfer des Bewegungsverhaltens, welches während des stationären Heilverfahrens begonnen wurde, in den Alltag gesichert werden. Die ersten Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation liegen uns schon vor und erfreulich dabei ist, dass wir voll auf Kurs sind. Als SVA sind wir gefordert, Präventionsangebote auf den Punkt zu bringen. Dies bedeutet wohnortnah, maßgeschneidert und hocheffizient. Beispielsweise mit dem speziellen Bewegungsprogramm.

Dr. Thomas Neumann
Generaldirektor-Stellvertreter der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
Projektträger

Die SVA hat bereits im Jahr 2012 den revolutionären Schwenk von der Krankenversicherung zur Gesundheitsversicherung gesetzt. Mit Vorsorgen statt heilen hat die SVA ein klares Bekenntnis zu mehr Prävention gemacht. Für körperliches Training und sogar Sport gibt es eine Fülle an Evidenz, die unzählige gesundheitliche Effekte belegt.

In erster Linie wollen wir einen Gesundheitsgewinn für die Bevölkerung erreichen. Und Gesundheitsgewinn heißt, dass die Menschen nicht nur länger leben, sondern vor allem länger bei guter Gesundheit leben. Für dieses Ziel ist Bewegung zweifellos ein essentieller Faktor, und zwar von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter. Im Sinne von "Health in All Policies" (Gesundheit in allen Politikfeldern) liegt es an verschiedenen Politikfeldern und Organisationen, aktiv mitzuwirken, dass im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in den Gemeinden mit regionalen Angeboten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es den Menschen leichter machen, mehr Bewegung und damit Gesundheit in ihr Leben zu bringen. "Jackpot" ist ein neuer Ansatz dafür.

Mag. Andrea Hirschenberger
Generaldirektorin der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse (STGKK)

Schnittstellenmanagement als Chance

"Sowohl das Gesundheitssystem wie auch die Sportvereine sind in Österreich gut entwickelt. Primär braucht es eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Systemen. Hier sind wir auch als Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen.", betont Abg. z. NR ao. Univ.-Prof. Dr. Beatrix Karl. Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen in der Prävention können nur durch Zusammen­arbeit unterschiedlicher Sektoren gelöst werden. Genau bei dieser Problematik setzt das Pilotprojekt "Jackpot" an. "Sportvereine gibt es in fast jedem Ort. Somit ist eine gute und vor allem auch leistbare Basis gegeben, um viele Stützpunkte für Gesundheitssport und standardisierte Programme zu etablieren und weiterhin aufzubauen", so Stefan Herker von der SPORTUNION. "Diese regionalen Angebote brauchen wir, damit das, was an Lebensstiländerung in der Kur motiviert begonnen wurde, auch dauerhaft unterstützt wird" , so Wiederer abschließend.


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  Andrea Hirschenberger
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