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Datum: Donnerstag, 12. Oktober 2017

Artikel: CGM / Philipp Streinz

Bildinhalt: Knieschmerzen

Bildrechte: ClipDealer / Serenethos

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Rasch zur richtigen Diagnose

12. Oktober: Welt-Arthritis-Tag

Erkrankungen der Gelenke und der Skelettmuskulatur sind eine häufige Ursache für Krankenstände und vorzeitige Arbeitsunfähigkeit. Dabei muss zwischen degenerativen Gelenksproblemen (altersbedingte Abnützungen - man spricht von Arthrosen) und entzündlichen Erkrankungen unterschieden werden. Letztere können Menschen jeden Alters betreffen. Bemerkbar macht sich die akute oder chronische Gelenksentzündung - die Arthritis - durch schmerzende, geschwollene und steife Gelenke. Diese sind oft auch gerötet und überwärmt. Es können nur ein Gelenk oder auch mehrere gleichzeitig betroffen sein.

Erste Abklärung bei der Hausärztin/ beim Hausarzt

Treten oben genannte Symptome auf, rät der Rheumatologe Primar Dr. Johann Hitzelhammer, Leiter des Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK): "Betroffene Patientinnen und Patienten sollten zunächst ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser kann durch Untersuchungen rasch feststellen, ob sich hinter den Beschwerden eine entzündliche Gelenkserkrankung verbirgt". Ist das der Fall, sollen die Patienten zur weiteren Abklärung und zur Einleitung einer Therapie zu einem Rheumatologen überwiesen werden. Auch in den WGKK-Gesundheitszentren Wien-Mariahilf, Wien-Süd und Wien-Nord stehen Versicherten aller Kassen Rheuma-Ambulanzen zur Verfügung. Durch die Arbeit im WGKK-Gesundheitsverbund sind diese in engem Kontakt mit den Rheuma-Spezialisten im WGKK-eigenen Hanusch-Krankenhaus.

Biologika revolutionierten Therapie

Wird die Diagnose rheumatoide Arthritis gestellt, kann heute auf eine große Bandbreite an Medikamenten für die individuelle Therapie zurückgegriffen werden. Vor allem die Verfügbarkeit zahlreicher Biologika hat die Behandlung rheumatischer Erkrankungen in den letzten Jahren maßgeblich verbessert. In den WGKK-Rheuma-Ambulanzen werden viele Rheumapatienten u.a. damit langfristig behandelt.

"Durch die rechtzeitige Diagnose und Therapie der rheumatoiden Arthritis können Spätfolgen wie Gelenksdeformationen etwa der Hände und Füße und damit Behinderung und Arbeitsunfähigkeit verhindert werden. Dafür bedarf es der engen Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten, Rheumaambulanzen und den Rheumazentren an den Spitälern", so Prim. Hitzelhammer abschließend.

Quelle: APAMED